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Heynckes: Suche nach Schweinsteiger-Ersatz beendet

München (dpa) Das Herz der Bayern-Kreativabteilung liegt mit einer kaputten Schulter im Krankenhaus - und Jupp Heynckes muss umstellen. Die Suche nach Alternativen für Bastian Schweinsteiger hat der Trainer des Rekordmeisters aber in Windeseile abgeschlossen.

Heynckes: Suche nach Schweinsteiger-Ersatz beendet

Anatoli Timoschtschuk (l) rückt wohl für den verletzten Bastian Schweinsteiger in die Startelf. Foto: Friso Gentsch

«Ich habe natürlich ganz klare Vorstellungen», bekannte der Münchner Erfolgscoach am Freitag mehr als 48 Stunden vor dem Derby beim Bundesliga-Neuling FC Augsburg. Wahrscheinlich ist, dass Anatoli Timoschtschuk die zweite Sechser-Position neben Luiz Gustavo einnimmt. Alternativ könnte der spielerisch bessere Toni Kroos von der Zehnposition zurückbeordert werden.

So oder so: Schweinsteigers Schlüsselbeinbruch habe Mitspieler wie Verantwortliche geschockt, verdeutlichte Heynckes. «Der Ausfall ist schwerwiegend.» Der 27-jährige Nationalspieler habe sich als Leader der Starensembles herauskristallisiert, sei zu einer «großen Spielerpersönlichkeit» gereift. Nicht umsonst fehlte der Antreiber bisher nur wegen zweier später Auswechslungen ganze 23 Minuten in dieser Bundesliga-Saison. Nun wird er bis zur Winterpause gar nicht mehr mithelfen können.

«Ich bin überzeugt: Der Trainer wird das irgendwie kompensieren», versicherte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Bange ist den Bayern-Chefs nicht unbedingt vor dem wenig Angst einflößenden FCA, vielmehr steht unmittelbar nach der Länderspielpause das Topduell mit Meister Borussia Dortmund an. Bis dahin muss die spielerische Mischung stimmen - die Augsburg-Partie ist der einzige Testlauf. «Einen Spieler wie Schweinsteiger kann man nicht eins zu eins ersetzen, dazu ist er zu wertvoll», mutmaßte gleichwohl Präsident Uli Hoeneß. Schon beim 3:2-Sieg in der Champions League gegen Neapel lief nach Schweinsteigers Verletzung nichts mehr zusammen.

Immerhin erfreute die Bayern, dass Bundestrainer Joachim Löw ihren Vielarbeiter Philipp Lahm bei den anstehenden Test-Länderspielen schonen wird - rechtzeitig vor dem Gipfel mit dem BVB. «Ich halte die Maßnahme für völlig richtig. Philipp Lahm hat fast immer gespielt», sagte Heynckes. Am Sonntag erwartet er von den Augsburgern einen Kampf «bis zum Umfallen». Neben Schweinsteiger muss der 66-Jährige auch letztmals auf den rot-gesperrten Jerome Boateng verzichten.

Nicht nur die Bayern haben den Ausfall ihres Topspielers zu verkraften - auch den Gegner erwischte es: In Keeper Simon Jentzsch fehlt der überragende Akteur - von Trainer Jos Luhukay war er jüngst als einziger Führungsspieler beim FCA ausgemacht worden. Der Routinier leidet noch immer an den Folgen eines gebrochenen Ringfingers, nun steht sein erst 22-jähriger Ersatzmann Mohamed Amsif vor seinem Bundesligadebüt.

«Wir wollen nicht jammern und nicht lamentieren. Das sind Probleme, die wir lösen müssen», meinte Trainer Jos Luhukay. Den Gast aus München pries der Holländer als «beste Mannschaft Europas».

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