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Hier passiert etwas Besonderes

"Jeder Wurf ein Trevor"

WERNE Was treibt einen jungen US-Amerikaner dazu, in Deutschland Basketball zu spielen? Für Trevor Wittwer ist die Antwort einfach: "Es war schon immer mein Traum." In seiner exklusiven RN-Kolumne „Jeder Wurf ein Trevor“ berichtet er über sein Leben als US-Amerikaner in Deutschland und die Basketball-Saison beim TV Werne.

von Von Trevor Wittwer

, 13.04.2010
Hier passiert etwas Besonderes

TVW-Basketballer Trevor Wittwer berichtet in einer exklusiven Kolumne von seinem Leben als Amerikaner in Deutschland.

Guten Morgen Werne, wusstet ihr, dass ihr nur noch drei Gelegenheiten habt, euren geliebten TV Werne in Aktion zu sehen? Vielleicht habt ihr uns während dieser kleinen Auszeit vergessen, aber seid euch sicher, wir haben euch nicht vergessen. Warum haben wir eine dreiwöchige Pause kurz vor dem Ende der Saison, das beschäftigt mich immer noch, aber das spielt jetzt auch keine Rolle mehr. In der Zwischenzeit haben wir, euer Lieblingsteam, unsere Batterien wieder aufgeladen und an unsere Taktik gefeilt. Wir waren im Fitnessstudio, sind besser geworden und sind uns als Team sehr nahe gekommen. Jetzt können wir beenden, was wir vor sieben Monaten begonnen haben. Sieben Monate -  ist es wirklich schon so lange her?

Als March Madness, nach dem Kalender, vorbei war, denkt nicht mal nur eine Sekunde daran, dass der Wahnsinn mit dem Monat gegangen ist. Im April, dem Meisterschaftsmonat, nimmt das nur eine andere Form an. Die Meisterschafts-Wochen stehen kurz bevor. Wie ein altes Sprichwort sagt, lasst uns die Karten offen legen. Wir haben noch einiges zu tun und müssen uns erstmal gegen Lüdenscheid behaupten bevor wir anfangen können an die Meisterschaftswoche zu denken. Denkt bloß nicht, wir wären nicht bereit. Aber jetzt zählt nur Lüdenscheid. Wenn ihr es noch nicht gemerkt haben solltet, in Werne passiert etwas Besonders. Ich bin nur etwas enttäuscht, dass nicht mehr Leute ein Teil dessen sein können. Ich bin auch in einer ähnlich großen Stadt wie Werne aufgewachsen. Genau wie hier, kannte jeder jeden. Freitagabend Fußball, Samstagabend Basketball – praktisch nationale Feiertage für unsere kleine Stadt. Nicht selten hat die Schule früher frei gemacht, damit wir alle zu den großen Spielen gehen konnten. Der Sport hat die Leute zusammengebracht, egal welchen Backgrounds. Niemand hat sich darum gekümmert,  wer du bist. An dem Abend waren alle eins, eine Gemeinschaft. 

Die Fans kannten die Spieler, und die Spieler kannten die Fans. Am Ende ging es um etwas Wichtigeres als die Spieler auf dem Feld, oder die Fans auf der Tribüne. Es ging um die Gemeinschaft, um ein gemeinsames Band. Gewinnen oder verlieren, das war egal, weil alle wussten, dass die Kinder auf dem Platz alles geben würden. Wir machen das für euch, weil wir wissen, dass ihr das Gleiche für uns tun würdet. Loyalität, Stolz, Tradition – dafür steht eine große Gemeinschaft. Und dafür stehen auch wir, jedes Mal, wenn wir auf den Platz gehen. Etwas Besonderes passiert. Seid Teil davon (und setzt euch in den Fan-Bus nach Lüdenscheid)

Euer TrevorDie Kolumne im englischen Original finden Sie hier.