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Historiker zu Kirchentagsmotto: Friedensbewegung ist gelähmt

Münster. Der diesjährige Katholikentag mit Frieden als Schwerpunktthema wird der Friedensbewegung nach Ansicht eines Historikers nicht zu einem neuen Schwung verhelfen können. Die politische Weltlage habe sich grundlegend geändert, sagte Hans-Ulrich Thamer der Deutschen Presse-Agentur. „Heute müssen die Friedensbewegungen mit der Unübersichtlichkeit der Konflikte zurechtkommen. Es gibt keine klaren Frontlinien und Gegenbilder.“ Seit dem Ende des Kalten Krieges zwischen Ost und West sei die Friedensbewegung gelähmt, befand der Historiker des Exzellenzclusters für „Religion und Politik“ der Universität Münster.

Historiker zu Kirchentagsmotto: Friedensbewegung ist gelähmt

Blick auf den Dom zu Münster. Foto: Rolf Vennenbernd

Das liege an den komplexen Strukturen der Krisen in der Welt. Wissenschaftler nennen das laut Thamer die „neue Unübersichtlichkeit“. In den 1980er Jahren gab es mit dem Ost-West-Konflikt relativ klare Bilder und klare Feinde. Bei den heutigen sogenannten asymmetrischen Kriegen wie in Syrien oder bei anderen Konflikten sei das anders.

An diesem Mittwoch beginnt in der Stadt des Westfälischen Friedens der 101. Katholikentag. Das mehrtägige Treffen in Münster steht unter dem Motto „Suche Frieden“. Zur Begründung für die Wahl des Schwerpunktthemas verwiesen die Organisatoren im Vorfeld auf das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und auf den Beginn des Dreißigjährigen Krieg vor 400 Jahren. Die Friedensverhandlungen waren in Münster und Osnabrück geführt und 1648 abgeschlossen worden.

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