Hundehalter müssen zahlen

26.07.2018, 17:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Halter von Hunden müssen Steuern für ihre Haustiere zahlen.dpa

Die Halter von Hunden müssen Steuern für ihre Haustiere zahlen.dpa © picture alliance / dpa

Vreden. Wer einen Hund besitzt, muss für das Tier Steuern zahlen. Das ist seit dem 19. Jahrhundert so. Damals gab es sehr viele Hunde und viele Tiere haben sich mit Tollwut angesteckt. Die Steuer sollte dafür sorgen, dass nur die Leute einen Hund halten, die sich eine artgerechte Haltung und die Tierarztkosten leisten können. Die Steuer gibt es bis heute. Jürgen Buckting von der Stadt Vreden erklärt, dass damit die Zahl der Hunde reduziert wird. Wer nur einen Hund hat, zahlt in Vreden 42 Euro pro Jahr. Beim zweiten Hund sind es schon 72 Euro – für jedes der beiden Tiere. Bei drei und mehr Hunden sind 100 Euro pro Tier pro Jahr fällig. Noch teurer wird es für Halter, die einen Hund besitzen, der zu einer gefährlichen Rasse zählt. Dann beträgt die Steuer nämlich 400 Euro pro Hund und Jahr. Dadurch will die Stadt erreichen, dass es weniger gefährliche Hunde gibt. So sollen die Vredener vor Übergriffen geschützt werden. Doch nicht alle finden die Hundesteuer gut. Kritiker sind der Meinung, dass es unfair ist, dass nur Hundehalter Steuern bezahlen müssen, andere Tierhalter aber nicht. Außerdem sei die Steuer nicht mehr zeitgemäß. In Vreden gibt es übrigens 2209 Hunde bei 2067 Haltern. Die Stadt nimmt dieses Jahr rund 90.000 Euro Hundesteuer ein.