IG Metall: Thyssenkrupp muss Thema beim Stahlgipfel sein

Bei dem für den 18. Dezember geplanten Stahlgipfel der Landesregierung fordert die IG Metall auch eine Diskussion über die aktuelle Situation bei Thyssenkrupp. „Man wird einen Stahlgipfel nicht abhalten können, ohne das Thema Thyssenkrupp anzusprechen. Thyssenkrupp ist der Anker der Stahlindustrie in NRW“, sagte Chef der nordrhein-westfälischen IG Metall, Knut Giesler, der Deutschen Presse-Agentur.

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Düsseldorf

, 10.12.2017, 10:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Gewerkschaftsmitglied der IG-Metall vor dem Werkstor von Thyssen-Krupp. Foto: C. Rehder/Archiv

Ein Gewerkschaftsmitglied der IG-Metall vor dem Werkstor von Thyssen-Krupp. Foto: C. Rehder/Archiv

Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums hatte zuvor erklärt, dass die aktuelle Diskussion um die geplante Stahlfusion von Thyssenkrupp und Tata nicht auf der Tagesordnung des Treffens stehen werde. Thema sei die Sicherung des Stahlstandorts NRW.

Zuvor hatte der Chef des Betriebsrats der Thyssenkrupp-Stahlsparte, Günter Back, sich irritiert darüber gezeigt, keine Einladung zum Stahlgipfel erhalten zu haben. Nach Angaben eines Betriebsratssprechers steht jedoch der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats von Thyssenkrupp, Wilhelm Segerath, auf der Teilnehmerliste.

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hatte das Treffen vor einigen Wochen angekündigt. Pinkwart hatte die Chancen eines möglichen Zusammenschlusses von Thyssenkrupp und Tata zuvor positiv bewertet. Betriebsrat und IG Metall protestieren dagegen seit Monaten gegen den geplanten Zusammenschluss.

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