IG Metall boykottiert NRW-Stahlgipfel

Die Gewerkschaft IG Metall will dem Stahlgipfel der nordrhein-westfälischen Landesregierung am kommenden Montag (18.12.) fernbleiben. Grund sei das mangelnde Engagement der Landesregierung angesichts der geplanten Stellenstreichungen in der Metallbranche und der umstrittenen Stahlfusion von Thyssenkrupp und Tata, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Mittwoch. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ darüber berichtet.

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Düsseldorf

, 13.12.2017, 11:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-IG Metall Bezirksleiter Knut Giesler in Duisburg. Foto: Caroline Seidel/Archiv

NRW-IG Metall Bezirksleiter Knut Giesler in Duisburg. Foto: Caroline Seidel/Archiv

„Vor dem Hintergrund, dass diese Prozesse tausende Arbeitsplätze gefährden, bin ich vom Verhalten der Landesregierung und insbesondere vom Wirtschaftsministerium in diesen Fällen mehr als enttäuscht“, sagte der NRW-Chef der Gewerkschaft, Knut Giesler, der Zeitung. Er warf der Landesregierung eine „Haltung des Nichtstuns“ vor.

Bei dem Gipfel unter Leitung von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) soll nach Wegen gesucht werden, den Stahl wieder zukunftsfähig zu machen. Dabei soll es um Themen gehen wie den Kampf gegen Preisdumping, die künftigen Anforderungen des Klimaschutzes an die Stahlindustrie sowie die Frage, wie Forschung und Entwicklung die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes NRW sichern können.

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