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Stahl-Tarifrunde

IG Metall schließt Warnstreiks nicht mehr aus

Düsseldorf/Gelsenkirchen In der laufenden Tarifauseinandersetzung für die rund 75 000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie schließt die IG Metall nun auch Warnstreiks nicht mehr aus.

IG Metall schließt Warnstreiks nicht mehr aus

In der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie schließt die IG Metall nun auch Warnstreiks nicht mehr aus.

Sollten sich die Arbeitgeber nicht bewegen, seien erste Aktionen ab der kommenden Woche möglich, sagte der NRW-Bezirksleiter der IG Metall, Oliver Burkhard, am Donnerstagabend in Düsseldorf. Am Montag (7.11.) sollen die Verhandlungen in Gelsenkirchen in der zweiten Runde fortgesetzt werden. Während die IG Metall sieben Prozent mehr Geld fordert, haben die Arbeitgeber bislang noch kein Angebot vorgelegt.

„In der letzten Krise war ein schneller Abschluss möglich. Dem sollten sich die Arbeitgeber auch jetzt, in guter wirtschaftlicher Lage, nicht verweigern“, forderte Burkhard. Bei der vorausgegangenen Stahl-Tarifrunde hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft im Herbst 2010 bereits in der dritten Verhandlungsrunde auf Entgelterhöhungen von 3,6 Prozent mit einer Laufzeit von 13 Monaten geeinigt. Die IG Metall war damals mit einer Forderung nach 6 Prozent in die Verhandlungen gegangen.

Der Tarifvertrag war zum 31. Oktober 2011 ausgelaufen. Damit endete zugleich auch die Friedenspflicht. In der laufenden Tarifrunde sei die dauerhafte Übernahme der Auszubildenden von ganz zentraler Bedeutung, sagte Burkhard. Für die Gewerkschaft lasse die Übernahmefrage „keinen Spielraum für Kompromisse“. Ein Sprecher des Arbeitgeberverbands Stahl warf der Gewerkschaft vor, ihr Forderungen bislang nicht ausreichend konkretisiert zu haben. Für mögliche Warnstreiks zeigte er kein Verständnis. Nach der Verhandlungsrunde am Montag in Gelsenkirchen soll am Dienstag in Sprockhövel die Tarifkommission der Gewerkschaft den bisherigen Verhandlungsstand bewerten. Gegebenenfalls werde dann auch über Warnstreiks entschieden, hieß es.

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