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Im Derby war für Hennen mehr drin - für Geisecke aber auch

Fußball-Bezirksliga 14

SCHWERTE Selten war man sich in der Beurteilung eines Fußballspiels so einig wie im Falle des Bezirksliga-Nachbarschaftsduells zwischen dem SC Hennen und dem Geisecker SV. Während die erste Halbzeit eindeutig den Geiseckern gehörte, dominierten im zweiten Spielabschnitt die "Zebras". Deshalb war das 2:2-Unentschieden dann letztlich wohl auch ein gerechtes Ergebnis.

von Von Michael Dötsch

, 19.04.2010

Doch: Für beide Seiten war mehr drin - je nach Sichtweise. So kann man durchaus nachvollziehen, dass Stefan Kolatke, Co-Trainer der "Zebras" sagt: "Am Ende waren wir dem Sieg näher als die Geisecker, deshalb müssen wir uns letztlich über das Unentschieden ärgern." Sein ehemaliger Schützlinge und heutiger Geisecker Trainer Sven Migas rückte bei seiner Nachbetrachtung einen anderen Aspekt in den Vordergrund: "Wenn wir nicht sofort das Gegentor kassiert hätten, sondern noch weitere zehn bis fünfzehn Minuten das 2:0 gehalten hätten, dann hätten wir das Spiel auch ziemlich locker gewonnen", so Migas.

So aber verspielten die "Kleeblätter" zum wiederholten Male einen Vorsprung - wie schon gegen Schwelm sogar eine Zwei-Tore-Führung. "Vor allem die Art und Weise, wie wir dieses Spiel aus der Hand gegeben haben, macht mich nachdenklich", gesteht der Geisecker Coach, "wir haben überhaupt keine Entlastung mehr hingekriegt. Vielleicht hätten sich seine Spieler insgeheim schon zu sicher gefühlt, vermutet Migas. "Aber solche Gedanken dürfen nicht einmal in die Hinterköpfe. Das darf im Abstiegskampf einfach nicht passieren", fordert der Trainer. In dem Maße, in dem die Geisecker nachließen, wurde Hennen stärker. Aber was war denn das für eine erste Hälfte der "Zebras"? Ein Fehlpass jagte den nächsten. "Wir waren sehr nervös", analysierte Kolatke, "offenbar brauchen wir immer erst ein Gegentor, um wach zu werden - diesmal waren es sogar zwei", scherzte er.

Im zweiten Spielabschnitt aber zeigte das Team, was in ihm steckt. "Nach hinten raus waren wir stärker", stellte der Co-Trainer fest - auch in konditioneller Hinsicht. So waren die Gastgeber im Naturstadion in der Tat nicht weit davon entfernt, die Partie noch komplett zu kippen. Dies gelang dann letztlich aber doch nicht, was vor allem am fehlenden Schussglück des Top-Torjägers lag. Gleich zweimal in den Schlussminuten stand Matijas Markovic der Pfosten im Weg. So ging der 21-Tore-Mann diesmal leer aus. Das Punktekonto der beiden Ortsnachbarn wurde dagegen um jeweils einen Punkt aufgefüllt.