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Messebesuch

Immer größer und teurer: Die „Boot“ in Düsseldorf

Düsseldorf 1900 Aussteller aus über 60 Ländern: Die Messe „Boot“ in Düsseldorf hat in diesem Jahr einiges zu bieten. Neben imposanten Luxusjachten ab 400.000 Euro aufwärts, gibt es auch Boote und Zubehör für Normalverdiener.

Immer größer und teurer: Die „Boot“ in Düsseldorf

Besucher betrachten in Düsseldorf in einer Messehalle die ausgestellten Boote. Foto: Federico Gambarini/dpa

Die weltgrößte Wassersportmesse „Boot“ hat am Samstagmorgen in Düsseldorf geöffnet. Bis zum 28. Januar werden zu der Messe rund um den Wassersport mehr als 240.000 Besucher erwartet. Rund 1900 Aussteller zeigen in 16 Messehallen Neuheiten und Trends. Publikumsmagneten sind Jahr für Jahr große Luxusjachten mit Millionenpreisen, daneben gibt es aber auch viele kleinere Boote und Zubehör aller Art für den Normalverdiener.

NRW ist eine „Boot-Hochburg“

Nordrhein-Westfalen ist nach einer Studie des Bundesverbands Wassersportwirtschaft mit mehr als 10.000 Motorbooten und Segeljachten bundesweit die Hochburg der Bootseigner. Das Bundesland gilt damit nach Einschätzung des Branchenverbands als besonders interessanter Markt für die Wassersportwirtschaft. Damit gehört mehr als jedes fünfte Boot eines deutschen Eigners einem Besitzer aus Nordrhein-Westfalen. Die NRW-Eigner bevorzugen danach mehrheitlich Motorboote. Für den Kauf eines Segelboots entschied sich dagegen in NRW lediglich eine Minderheit von knapp 40 Prozent. Die Studie basiert auf Daten aus dem Jahr 2016.

Bei der Zahl der öffentlichen Häfen und Schiffsliegeplätze rangiert Nordrhein-Westfalen dagegen eher auf einem Mittelplatz. Mit über 240 Häfen und gut 10.000 Liegeplätzen entfällt nur jeweils etwa ein Zehntel des bundesdeutschen Bestands auf das Bundesland. Bundesweit beklagt der Wassersportverband sinkende Zahlen der Bootseigner. Doch die deutsche Wassersportbranche ist in guter Verfassung, im Jahr 2017 verbuchte sie ein kräftiges Umsatzplus auf gut zwei Milliarden Euro.

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Viele junge Leute kaufen Luxusjachten

Beim Verkauf von Luxusjachten spielt die jüngere Käufer-Generation nach Herstellerangaben eine immer größere Rolle. Der Reichtum habe inzwischen auch junge Leute erreicht, das gebe den eigenen Geschäften Auftrieb, sagte Verkaufsmanager Bill Barrow von dem britischen Luxusjacht-Hersteller Princess am Freitag in Düsseldorf. Die Zeiten, in denen die Luxusanbieter hauptsächlich mit der älteren Generation ins Geschäft kamen, sind demnach vorbei. „Es gibt viele junge Menschen, die immer reicher werden - und die unsere Kunden werden.“

Princess ist auf der Düsseldorfer Wassersport-Messe Boot vertreten. Dort ist eine 35 Meter lange Luxusjacht zum Kaufpreis von rund 15 Millionen Euro zu sehen - das ist der Netto-Preis, die Mehrwertsteuer kommt noch oben drauf. Das günstigste Modell, das Princess anbietet, liegt bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro. Das Geschäft laufe gut, sagte Barrow, die Auftragsbücher für 2017 und 2018 seien proppevoll.

Wunsch nach Komfort

Unweit des „Princess“-Standes zeigen Luxus-Konkurrenten ihre sündhaft teuren Produkte, die ähnlich pompöse Namen haben. Die Firma Gulf Craft aus Dubai preist ihre Marke „Majesty“ an, zudem haben „Sunseeker“-Jachten das schöne Wetter gewissermaßen schon im Namen - „Sunseeker“ heißt „der Sonnensuchende“. Die italienischen Firmen Ferretti und Azimut bringen etwas Mittelmeer-Flair in die Messehallen.

Die Stimmung ist gut in der Branche - im Luxus-Segment ebenso wie in der Mittelklasse. Ein Grund: Der Wunsch nach Komfort und Hightech gibt den Firmen weiter Auftrieb. „2018 wird definitiv ein gutes Jahr“, sagt Petros Michelidakis, Direktor der weltgrößten Wassersportmesse Boot. So seien Jachten im Trend mit Balkon und generell hochwertiger Ausstattung. Er bezieht sich bei dieser Prognose auf die erwarteten Bestellungen der Firmen, die bei dem Branchentreff präsent sind, und die hohe Auslastung der Werften.

Immer größer und teurer: Die „Boot“ in Düsseldorf

Ein Model steht in Düsseldorf während des Neuheitenrundgangs der Wassersportmesse „Boot“ 2018 auf einer Bavaria C65-Segelyacht. Foto: Federico Gambarini/dpa

Wasser-Shows und künstliches Wellensurfen

Wie viele Boote zu sehen sind? Eine Messe-Sprecherin schüttelt den Kopf. „Wir haben sie nicht gezählt.“ Nur so viel sei sicher - es seien sehr, sehr viele.

Während auf den Luxusjachten mitunter Socken erwünscht sind, so sollten Besucher in anderen Bereichen der Messe Badekleidung dabei haben: In einem neun Meter breiten Wasserbecken können sie - nach Online-Voranmeldung - auf einer künstlichen Welle surfen, in einem Becken mit 60.000 Litern Wasser können sie tauchen. Hinzu kommen Wasser-Shows mit Profis in einem anderen, riesigen Becken - ein bis zu 43 Stundenkilometer schnelles Seil zieht dort Surfer und Paddler über eine 65 Meter lange Bahn.

Danach geht es zurück in den Strom an maritimen Angeboten. Hausboote, Kanus und Schlauchbote sind zu sehen, zudem gibt es Hightech-Zubehör: Eine Unterwasser-Drohne kann nach Angaben der Firma Power Vision bis zu 30 Meter tief tauchen und 70 Meter weit weg sein - auf dem Smartphone lässt sich die Fahrt beobachten. 1699 Euro kostet der Spaß. So ein Preis wäre wohl ein Klacks für die Kunden von Bill Barrow, dem Luxusjacht-Verkäufer.

Von dpa

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