Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Atta-Höhle

In die Unterwelt

Entdeckt wurde die Atta-Höhle durch einen Zufall. Steinbrucharbeiter der Biggetaler Kalkwerke trauten am 19. Juli 1907 bei Sprengungen ihren Augen nicht: Als sich die Staubwolke der Explosion gelegt hatte, blickten sie in einen Felsspalt. Sie krochen hinein und blickten in ein Labyrinth aus schönsten Tropfsteingebilden.

In die Unterwelt

Blick in die Gesteinswelten der Atta-Höhle Foto: Foto: Atta-Höhle

Die Arbeiter hatten – ohne es zu wissen – den Eingang für eines der größten Naturwunder der Erde freigelegt: die Atta-Höhle.

Tropfsteinhöhlen findet man ausschließlich in Kalkgebirgen (Karst). Regenwasser, das Kohlendioxid (CO2) aufnimmt, wirkt auf das Gestein wie eine Säure und höhlt es aus. Ein Netz von Wasseradern entsteht, das Hohlräume ausspült. Durch die Erdanziehung verlagert das Wasser seinen Weg tiefer in das Erdreich, die oberen Teile des Systems werden frei. Höhlen entstehen.

Wer eine Tropfsteinhöhle betritt, wird von Gesteinsbildungen (Sinter) überrascht. Sinterbildung ist der umgekehrte Vorgang der Höhlenbildung. Wasser und CO2 lösen Bestandteile aus dem Felsmassiv und transportieren Kalk in die Tiefe. In den Hohlräumen gibt das Wasser CO2 frei und kann den Kalk nicht mehr halten. Er wird längs des Weges abgegeben. Erfolgt die Ablagerung unter Wasser, entstehen Kristalle. Tropft das Wasser in einen Luftraum, entstehen Säulen in stehender (Stalagmit) oder hängender (Stalagtit) Form. Wird der Kalk an der Decke ausgeschieden, so bilden sich Sinterfahnen (Gardinen).

Die Führung durch die Höhle – etwa 1800 Meter sind für die Öffentlichkeit zugänglich – dauert etwa 40 Minuten. Die Gesundheitsgrotte befindet sich 50 Meter unter der Erdoberfläche.

Die faszinierende Stille und die Ausstattung mit Ruheliegen laden zum Erholen ein. Die Höhlenluft kann heilsame Wirkung bei Atemerkrankungen, Neurodermitis und Schlafstörungen haben.

www.atta-hoehle.de

Anzeige
Anzeige