Islamisten planten Anschläge mit ferngesteuerten Autos

Brüder aus Herne

Eine Gruppe deutscher IS-Terroristen soll Berichten zufolge Sprengstoffanschläge mit ferngesteuerten Autos geplant haben und zwar auch in Deutschland. Das gehe aus Ermittlungsakten hervor, schreiben der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der Kölner „Express“. Es handele sich um eine Gruppe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) um die Brüder Ömer und Yusuf D. aus Herne.

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HERNE/KÖLN

, 16.11.2017, 07:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Landeskriminalamt in Düsseldorf.

Das Landeskriminalamt in Düsseldorf. © Foto: Caroline Seid/dpa

Die Brüder aus Herne sollen am 26. Okrober bei US-Luftangriffen auf die irakische Stadt al-Qaim getötet worden sein.

Die Terroristen hätten sich Baupläne für ein ferngesteuertes Auto zukommen lassen, so der Stadt-Anzeiger und der Express. Den Ermittlern zufolge kursierten in IS-Kreisen auch Trainingsvideos, die zeigen, wie solche mit Sprengstoff gefüllten Autos ins Ziel gesteuert werden können.

Nach Recherchen beider Zeitungen stammten die Brüder aus einer Familie militanter Islamisten. Diese sei in der IS-Szene „in Gesamtdeutschland gut vernetzt“ gewesen, habe ein Insider beim Landeskriminalamt NRW zu Protokoll gegeben.

Enge Kontakte zu Abu Walaa

Nach den Erkenntnissen der Strafverfolger in Düsseldorf unterhielten die getöteten Brüder aus Herne auch enge Kontakte zum mutmaßlichen IS-Deutschland-Chef Abu Walaa, der derzeit in Celle vor Gericht steht.

Laut der „Welt“ hatte das Bundeskriminalamt (BKA) Ende 2016 die Ermittlungsgruppe „EG Falke“ mit der Suche nach den getöteten Brüdern beauftragt. Die Ermittler vermuteten, dass Ömer und Yusuf D. sowie andere IS-Anhänger aus Syrien und dem Irak versuchen könnten, nach Europa zurückzukehren und hier Anschläge auszuführen.

dpa