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Iván Duque muss sein Profil schärfen

Bogotá. Iván Duque steht gleich vor zwei Herausforderungen: Er will Präsident von Kolumbien werden und aus dem Schatten seines Förderers, des Ex-Präsidenten Álvaro Uribe, heraustreten. Den meisten Kolumbianern gilt der bis vor Kurzem noch völlig unbekannte Anwalt als Marionette des früheren Staatschefs.

Iván Duque muss sein Profil schärfen

Iván Duque feiert das Ergebnis der ersten Runde der Präsidentschaftswahl. Er kam auf 39,12 Prozent. Foto: Luisa González/colprensa

Sollte Duque die Stichwahl am 17. Juni gewinnen, würde der einflussreiche Senator Uribe im Hintergrund die Strippen ziehen, glauben viele. „Die wirkliche Macht in Kolumbien würde vom Präsidialamt in den Senat wandern“, sagt der Vorsitzende der Abgeordnetenkammer, Rodrigo Lara.

Duque war nach seinem Studium in Kolumbien und den USA zunächst Berater im Finanzministerium und arbeitete später bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank in Washington. Seit 2014 saß der Jurist für Uribes rechte Partei Centro Democrático im Senat. Den umstrittenen Friedensvertrag wollte Duque zunächst „in Stücke reißen“, während des Wahlkampfs hat er sich etwas gemäßigt und schlägt nun Änderungen bei einigen Punkten vor.

Selbst unter seinen Gegnern gilt der stets gut gelaunte 41-Jährige als sympathischer Typ. Viele trauen ihm das höchste Staatsamt allerdings noch nicht zu. Gerüchten zufolge soll er sich sogar die Haare grau gefärbt haben, um erfahrener zu wirken. „Er ist ein guter Junge“, sagte zuletzt der frühere Vizepräsident Germán Vargas Lleras etwas herablassend. „Aber er sollte nicht zum Präsident gewählt werden, denn er ist ein „Hühnchen“ ohne Erfahrung.“

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