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Jörg Kachelmann: Zum ersten Mal Winter im Winter

Berlin. Alle reden über das Wetter. Doch die Temperaturen seien „nicht außergewöhnlich tief“, sagt der Meteorologe.

Jörg Kachelmann: Zum ersten Mal Winter im Winter

Der Meteorologe Jörg Kachelmann kommentiert die aktuelle Wetterlage. Foto: Tobias Hase

Die aktuelle Kältewelle in Deutschland ist nach Ansicht von Wetterunternehmer Jörg Kachelmann (59) nicht außergewöhnlich. „Es ist jetzt einfach zum ersten Mal in diesem Winter Winter geworden“, sagte der Geschäftsführer des Wetterdienstes „Kachelmannwetter.com“ der Deutschen Presse-Agentur.

Zwar sei es nicht alltäglich, dass es erst Ende Februar in diesem Ausmaß kalt werde. Dennoch seien die Temperaturen „nicht außergewöhnlich tief“, und es gebe bundesweit noch immer Orte, die seit einem Jahr keinen Dauerfrost erlebt hätten.

Kachelmann kritisierte zugleich den inflationären Sprachgebrauch in den Medien: „Jeder schüchterne Kaltlufteinbruch, wo die Temperatur von plus acht auf plus vier Grad sinkt ist inzwischen eine Russenpeitsche.“ Das aktuelle Wetter sei ein normaler Winter.

Mit Blick auf den meteorologischen Frühlingsanfang an diesem Donnerstag mahnte Kachelmann: „Das Wetter weiß nicht, ob 28. Februar oder 1. März ist. Deswegen ist das vollkommen bedeutungslos.“ Der 1. März sei kein meteorologischer, sondern ein statistischer Frühlingsanfang, sagte Kachelmann.

Aus statistischen Gründen berechnen Wetterforscher ihre Klimadaten in ganzen Monaten, daher spricht etwa der Deutsche Wetterdienst vom meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März. Der astronomische beziehungsweise kalendarische Frühlingsbeginn ist am 20. März. Dann steht die Sonne genau senkrecht über dem Äquator.

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