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"Judo ist etwas Vernünftiges"

SCHWERTE Raimund Hillebrand hat eine Leidenschaft: den Judosport. Und das nun schon seit 30 Jahren. "Man muss seinen Partner überlisten, indem man seine Aktionen für sich selbst nutzt", erklärt Hillebrand. Er beherrscht es. Aber er kann mehr - er kann für seinen Sport begeistern.

von Von Bastian Bergmann

, 04.12.2007
"Judo ist etwas Vernünftiges"

Raimund Hillebrand ist seit 30 Jahren Judoka. Hier schultert er den Haupttrainer der Bushido-Ryu, Rolf Heimann.

"Judo ist etwas Vernünftiges", begründet der 41-jährige Hillebrand seine Vorliebe für den Kampfsport. Im Judo gehe es darum, sich fair mit dem Gegenüber auseinander zu setzen.

Als Elfjährigen schickte ihn sein Vater zum ETuS Schwerte, um dort Judo auszuprobieren. "Es hat mir sofort gefallen, also bin ich dabei geblieben." Obwohl er nie viele Wettkämpfe bestritt, feierte er als Jugendlicher den Kreismeistertitel und kämpfte sich immerhin bis in die Landesliga. Sein eigentliches Steckenpferd liegt aber im Bereich des Kata. Hier muss eine festgelegte Abfolge von Techniken gezeigt werden, die so auf der ganzen Welt vertreten sind.

Während seiner 30 Jahre Judo in Schwerte hat Hillebrand auch gleich zwei wesentliche Veränderungen mitmachen müssen. "Beim ETuS gab es Unstimmigkeiten mit der Fußballabteilung. Also haben wir uns mit der Budogemeinschaft vom Verein losgelöst", erinnert sich Hillebrand. 2005 entsprang der Bushido Ryu aus der Budogemeinschaft, der im Wasserkeller unter dem Stadtbad seine neue Heimat gefunden hat.

Seine neue Herausforderung: Begeistern

Für Hillebrand ist dies eine ganz neue Herausforderung. Seit Anfang der 90er Jahre engagiert er sich im Vorstand. Seit 2005 Geschäftsführer, versucht er den Judosport wieder populärer zu machen. "Wir wollen den Kindern Beweglichkeit beibringen und vor allem Disziplin. Sie sollen lernen sich zu wehren, ohne dass man sich dabei ernsthaft verletzt", betont Hillebrand.

Die steigenden Mitgliederzahlen geben seinem Engagement recht. Vor allem an Schwerter Schulen und beim Hospizlauf versucht man, Kinder direkt zu begeistern. Und vielleicht findet sich ja sogar jemand, der seinem Verein 30 Jahre die Treue hält - jemand wie Raimund Hillebrand.

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