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Kalwas kurze Nacht

SCHWERTE Die einen ziehen aus dem gewonnenen Lokalderby die Gewissheit, den Anschluss an die Spitze behalten zu haben, die anderen wollen die prestigeträchtige Niederlage möglichst schnell abhaken. Wir unterhielten uns mit den Trainern.

von Von Michael Dötsch

, 22.10.2007

Unterschiedlich war die Stimmungslage bei Detlev Brockhaus (ETuS/DJK) und Michael Kalwa (VfB Westhofen) nach dem 1:0-Erfolg der "Östlichen" gegen den VfB. Nicht nur Brockhaus vermisste beim Vergleich der beiden Lokalrivalen auf dem glitschigen Kunstrasen der Viktor-Hötter-Kampfbahn das echte "Derby-Feeling". Irgendwie sei das nicht mehr so wie früher, stellte Brockhaus fest, "das Vorgeplänkel war ja fast interessanter als das, was auf dem Platz passierte".

Angesichts des "Dreiers" konnte Brockhaus damit aber gut leben. Und letztlich sei der Sieg auch verdient gewesen, "weil wir in der zweiten Halbzeit mehr riskiert haben". Trotzdem: "Wenn wir Pech haben, geht der letzte Ball rein und nicht an den Pfosten. Und dann hätten wir da gestanden mit dem Unentschieden."

So aber gingen die Westhofener leer aus, was Trainer Michael Kalwa um den Schlaf brachte. "Die Nacht war kurz", gestand Kalwa, der vor allem die unzureichenden Offensivbemühungen seiner Schützlinge als Ursache dafür ansah, dass der VfB dem Spiel kaum einmal seinen Stempel aufdrücken konnte.

"Die Mittelfeldspieler waren zu sehr in die Defensivarbeit eingebunden. Das hatte ich mir anders vorgestellt", gestand Kalwa, der zudem früh auswechseln musste. Stefan Struttmann, gerade erst von einer langwierigen Knieverletzung genesen, knickte um und musste runter - Einsatz im Heimspiel gegen Gevelsberg am Sonntag zumindest fraglich.

"Wir sollten nicht naiv sein"

Dieser Partie gegen den Tabellendrittletzten misst Kalwa eine hohe Bedeutung zu. "Die Lage ist noch nicht Besorgnis erregend, aber wir sollten auch nicht naiv sein", warnt der Coach. Ein Denken nach dem Motto "irgendwie machen wir das schon" könnte fatale Folgen haben.

Andererseits: Zwei Siege am Sonntag sowie am 1. November im Nachholspiel beim Türkischen SV Witten, und schon sähe die Welt schon wieder anders aus.