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Karl Marx' Lesesessel in seinem Geburtshaus eingetroffen

Trier. Er wurde in Trier geboren und gilt als geistiger Väter des Kommunismus. Gestorben ist er in London - in einem Sessel.

Karl Marx' Lesesessel in seinem Geburtshaus eingetroffen

Der Lesesessel von Karl Marx (1818- 1883) im Mittelpunkt. Foto: Harald Tittel

Karl Marx hat darin viel studiert, geschrieben und wohl auch seine letzten Stunden verbracht: in seinem Lese- und Sterbesessel. Das Möbelstück wird künftig in der neuen Dauerausstellung in seinem Geburtshaus in Trier zu sehen sein, die am 5. Mai zum 200. Geburtstag des Philosophen öffnet.

„Er wird ein besonderes Highlight“, sagte die Leiterin des Museums Karl-Marx-Haus, Elisabeth Neu, bei der der Ankunft des Sessels am Donnerstag in Trier. Der Sessel aus Eichenholz habe in der Wohnung von Marx in London gestanden und sei bis zum Erwerb in Familienbesitz gewesen.

„Wir verstehen diesen Sessel vor allem als Symbol für seine Ideen, die nach dem Tod weiterleben“, sagte die Kuratorin Ann-Katrin Thomm. Das Exponat werde so präsentiert, dass sich Besucher mit dem Denken von Marx auseinandersetzen könnten. „Es soll kein Wallfahrtsort werden.“

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hatte den Lehnstuhl mit deutlichen Gebrauchsspuren 2014 von Marx' Ururenkelinnen in Paris gekauft. „Wir haben ihn bewusst nicht aufbereitet, weil wir auch seine Geschichte präsentieren wollen, die man wie in einem Buch ablesen kann“, sagte der FES-Kunsthistoriker Peter Pfister. Bislang stand der Sessel in Bonn.

Marx, einer der geistigen Väter des Kommunismus, wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren und verbrachte die ersten 17 Jahre seines Lebens in der Moselstadt.

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