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Karmann - Erfolge und Misserfolge

OSNABRÜCK Als Wilhelm Karmann im Jahr 1901 den Osnabrücker Kutschenbauer Klages kaufte, war das Unternehmen ein kleiner Familienbetrieb.

Karmann - Erfolge und Misserfolge

Der Chrysler Crossfire, der in Osnabrück bei Karmann produziert wird, erwies sich als Flop.

Der Aufstieg begann 1926, als Karmann erstmals für die Adlerwerke ein motorisiertes Cabriolet baute. Weltruf errang die Osnabrücker Autoschmiede dann in den 1950er Jahren. Der italienische Designer Luigi Segre entwarf 1953 auf der technischen Basis des VW Käfers ein Sport-Coupé: Der Karmann Ghia war geboren. 1955 stellte Karmann das neue Modell vor und landete damit auch wirtschaftlich einen Coup. 440.000 Autos, davon 360.000 als Coupé und 80.000 als Cabriolet, werden vom Ghia verkauft. Liebhaber streiten noch heute darüber, ob der Karmann Ghia oder das VW Käfer Cabriolet die gelungenste Karmann-Entwicklung aller Zeiten gewesen ist.

Eine halbe Million Scirocco

Von 1949 bis 1980 wurde der offene Käfer in Osnabrück gebaut. Mehr als 330.000 Fahrzeuge liefen vom Band. Sein Nachfolger wurde im direkten Anschluss der offene VW Golf - mit 388.500 Stück das meistverkaufte Cabrio der Welt. Karmann baute aber auch eine halbe Million Scirocco für VW und in den 70er Jahren fast 100.000 Exemplare der noblen BMW 6er Serie.

Flop Chrysler Crossfire

In den vergangenen zehn Jahren wurde die Luft für das Unternehmen, das sich selbst stets als Zulieferer und nicht als eigene Marke sah, immer dünner. Der Chrysler Crossfire oder der Mercedes CLK, die in Osnabrück gebaut wurden, erwiesen sich als Flops. Auch Versuche des Cabriospezialisten, etwa auf Geländewagen wie den Kia Sportage oder auf die Produktionen von LKW-Kabinen umzusteigen, wurden nicht weiterverfolgt. Von 2008 an steht kein einziger Auftrag für ein Komplettfahrzeug mehr in den Büchern.

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