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Karstadt schließt mehr als jede dritte Buchabteilung

HAGEN/ESSEN/MÜNCHEN Das Warenhausunternehmen Karstadt will mehr als jede dritte Buchabteilung schließen. Künftig sollen nur noch in 52 der insgesamt 89 Warenhäuser Bücher verkauft werden, teilte der Karstadt-Mutterkonzern Arcandor am Dienstag mit.

Karstadt schließt mehr als jede dritte Buchabteilung

Am Eingang einer Karstadt-Filiale gehen Passanten vorüber.

Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben, sagte ein Sprecher. Das in den aufgegebenen Buchabteilungen nicht mehr benötigte Verkaufspersonal werde in anderen Abteilungen eingesetzt. Hintergrund der Entscheidung ist ein Wechsel bei einer geplanten Buch-Partnerschaft für die Warenhäuser. Statt der Douglas-Tochter Thalia soll nun die Münchner Finanzholding DBH Buch Handels GmbH & Co. KG mit den Buchhandlungen Hugendubel und Weltbild die Buchabteilungen von Karstadt übernehmen. Während Thalia alle 89 Buchabteilungen übernehmen wollte, werde der neue Partner sein Konzept nur in 52 Häusern verwirklichen, hieß es.

Buchabteilungen unter dem Namen Hugendubel

Unter der Marke Hugendubel sollen dabei vor allem in den sogenannten Karstadt-Premiumhäusern wie dem KaDeWe gut ausgestattete Buchhandlungen eingerichtet werden. In den kleineren Warenhäusern sollen dagegen Bücher künftig unter der Marke Weltbild verkauft werden. Die Buchabteilungen sollen dabei sowohl im Erdgeschoss, wie auch in speziell gestalteten Etagen der Warenhäuser eingerichtet werden.

Erste Eröffnungen noch vor dem Weihnachtsgeschäft

Die ersten Abteilungen unter der Regie des neuen Partners sollen noch vor dem Weihnachtsgeschäft eröffnet werden. Die komplette Übernahme des Buchangebots von Karstadt ist zum April kommenden Jahres geplant. Zu den Hintergründen des Wechsels und zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die Thalia-Muttergesellschaft Douglas machte „unterschiedliche Auffassungen“ zu den Modalitäten der künftigen Zusammenarbeit für die Absage verantwortlich.

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