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Kartellamt wirft Edeka-Tochter Dumpingpreise vor

BONN Das Bundeskartellamt wirft der Edeka-Tochter Netto Marken-Discount vor, Milchprodukte zu Dumpingpreisen verkauft zu haben.

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Kartellamt wirft Edeka-Tochter Dumpingpreise vor

Kein Zusammenschluss mit Tengelmann

Wie die Behörde am Dienstag in Bonn mitteilte, soll die Discount-Kette zwischen Dezember vergangenen Jahres und Februar dieses Jahres zehn Wochen lang Milchprodukte bis zu 40 Prozent unter ihrem Einstandspreis angeboten zu haben. Der Verstoß sei „nicht nur gelegentlich“ und dazu geeignet, kleine und mittlere Wettbewerber zu behindern. Im Fall einer Wiederholung drohen nach Angaben der Behörde hohe Bußgelder. Diese könnten nach den rechtlichen Vorgaben bis zu zehn Prozent des Umsatzes des verursachenden Unternehmens ausmachen.

Eine Edeka-Sprecherin sagte in Hamburg, es handele sich um punktuelle Vorfälle aus der Vergangenheit. Grundsätzlich gelte, dass keine Produkte unter dem Einstandspreis verkauft werden. Im Hinblick auf die Feststellung des Bundeskartellamtes sagte sie: „Wir sehen das gelassen.“

Größter Lebensmittelhändler

Ein nicht nur gelegentlicher Verstoß liegt nach Feststellung des Bundeskartellamtes vor, wenn Einstandspreise an mehr als drei Kalenderwochen innerhalb eines halben Jahres unterboten werden. Der Einstandspreis entspricht dem Einkaufspreis abzüglich aller Rabatte. Edeka ist der größte Händler von Lebensmitteln in Deutschland. Der Konzern hatte unter anderem 2005 den Wettbewerber Spar übernommen und war im gleichen Jahr mit Netto ins Discountgeschäft eingestiegen.

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