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Kaum noch Haus- und Notärzte

BERLIN Die Bundesärztekammer warnt eindringlich vor einem zunehmenden Mangel an Haus- und Notfallärzten. Auch Nordrhein-Westfalen ist betroffen.

Kaum noch Haus- und Notärzte

Der Notarzt versorgte den Bewusstlosen an Ort und Stelle.

„Vor allem in ländlichen Gegenden gibt es inzwischen einen dramatisch zu nennenden Hausärztemangel“, erklärte Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, unserer Berliner Redaktion. Besonders augenfällig sei die Entwicklung in Ostdeutschland, allerdings schlagen auch die Ärzte in NRW Alarm.

Die Zahl der neuen Allgemeinmediziner habe sich 2006 halbiert, so Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Insbesondere im hausärztlichen Bereich – und hier wiederum in Besorgnis erregender Weise in den ländlichen Regionen – sei es schwierig, Nachfolger für die Praxen zu finden.

Kaum noch Notärzte

Hoppe warnte gestern zudem vor einem weiteren Problem: Auch die notärztliche Versorgung in ländlichen Gegenden sei „nicht mehr gesichert“. So habe das Sozialministerium Baden-Württemberg kürzlich darauf hingewiesen, dass es in kleineren und mittleren Gemeinden im Südwesten erste Lücken in der Notfallversorgung gebe.

„Es gibt einfach nicht genug Notärzte für die steigende Zahl von Rettungseinsätzen bei älteren Menschen“, sagte er. Angesichts der schlechten Bezahlung sei es verständlich, dass immer weniger niedergelassene Ärzte ein Interesse daran hätten, Rettungseinsätze wahrzunehmen. Windhorst bestätigte den Trend für NRW. Gründe: Ärztemangel und die „inadäquate Honorierung“ des Rettungsdienstes.

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