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Kein Fest-Derby

Wulfen Es war knapp, spannend, am Ende gar dramatisch. Doch am Ende des Vest-Derbys zwischen dem BSV Wulfen und dem GV Waltrop stand ein verdienter Sieg der Gäste.

07.10.2007

1. Regionalliga Herren

BSV Wulfen - GV Waltrop

77:80 (36:42)

In einem Duell zweier nervöser Teams erwischten die Waltroper zwar den besseren Start und führten rasch mit 5:0. Doch abschütteln konnten sie die Wulfener zu keiner Zeit.

Der BSV brauchte einige Zeit, um sich auf die Waltroper Zonen-Pressdeckung einzustellen, der Wulfener Spielaufbau wirkte holprig, lief notgedrungen oft über Flügel Robert Franklin, der damit zunächst unterm Korb fehlte. Hauptmanko der Gastgeber war aber die fehlende Gefährlichkeit aus der Distanz. Zwar fand gelegentlich ein Dreier den Weg ins Ziel, doch insgesamt konnte sich Waltrop darauf einstellen, dass der BSV eher den Weg zum Korb als den Schuss aus der Distanz wählen würde.

Wulfen machte dieses Manko mit viel Einsatz wett, musste sich aber jeden Korb hart erarbeiten und zuweilen auch eine Portion Glück bemühen. Die Waltroper Aktionen wirkten verglichen damit runder. Zwar legte Center Stefan Fürst ungewohnte Abschlussschwächen an den Tag. Doch für ihn sprangen andere in die Bresche. Christian von Witzleben (18 Punkte) nutzte jeden Freiraum zu erfolgreichen Distanzwürfen, die Amerikaner Anthony Harper und Derrick Bell waren mit je 20 Punkten Waltrops Topscorer. Bell führte zudem effizient Regie.

Trotz alledem hätte der BSV das Spiel am Ende um ein Haar noch umgebogen. Bastian Scherkamp brachte sein Team mit seinem zweiten Dreier in der Schlussminute auf 76:77 heran, doch in den packenden Schlusssekunden fehlten Wulfen Cleverness und Freiwurfstärke, wobei Letzteres sich wie ein roter Faden durchs gesamte Spiel zog.

BSV-Coach Rob Stearns sah es nach der Niederlage zum Einstand genauso: "Meine Mannschaft hat mit Herz gespielt, in einigen Aktionen waren wir aber einfach nicht clever genug. Außerdem hatten wir wieder zu viele Ballverluste und fehlten uns die Punkte von der Freiwurflinie."

Ein Sieg hätte Stearns und dem Team in der kniffligen Situation nach der Entlassung Dirk Altenbecks natürlich gut getan. In einer Woche stehen sie in Grevenbroich vor einer weiteren schweren Aufgabe. al

Statistik

BSV: Thompson (19/1), Heidermann, Bakoa (6/1), Letailleur (2), Scherkamp (6/2), Kleina (9), Franklin (18), Lensing (2), Stagneth (15).