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Keine Videomanipulation

DÜSSELDORF Im so genannten Kofferbomber-Prozess vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) haben Techniker Zweifel an der Beweiskraft der Videoüberwachungskameras an Bahnhöfen ausgeräumt. So könne das Videomaterial der Überwachungskameras nachträglich nicht inhaltlich verändert werden, sagten die Techniker aus.

Keine Videomanipulation

Zwei Videoszenen einer Überwachungskamera der Bahn vom Hauptbahnhof in Köln zeigen den mutmaßlichen Bombenleger Dschihad Hamad: Erst auf der Rolltreppe (l.), dann auf dem Bahnsteig.

Die Videoaufnahmen spielen in dem Prozess als Beweismaterial eine wichtige Rolle, weil die Ermittler dem angeklagten Libanesen Youssef el-Hajdib und dessen mutmaßlichem Komplizen über die Videobänder auf die Spur gekommen waren. Zudem hatte el-Hajdib im Laufe des Prozesses bereits eingeräumt, sich und seinen Komplizen auf mehreren Bildern verschiedener Videokameras vom Kölner Hauptbahnhof und dem Bahnhof am Flughafen Köln-Bonn wiedererkannt zu haben.

Sprengsätze deponiert

In dem Verfahren vor dem Düsseldorfer OLG muss sich der 23-jährige el-Hajdib wegen versuchten Mordes in einer Vielzahl von Fällen und versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion verantworten. Laut Bundesanwaltschaft soll der Angeklagte am 31. August 2006 im Kölner Hauptbahnhof gemeinsam mit seinem Komplizen Jihad Hamad zwei Sprengsätze in Regionalzügen nach Hamm und Koblenz deponiert haben.

Prozess bis Mitte des Jahres

Nur wegen eines Konstruktionsfehlers waren die Kofferbomben nicht explodiert. Für die Tat wurde der im August 2006 in Kiel festgenommene El-Hajdib im Dezember 2007 von einem libanesischen Gericht in Abwesenheit zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der im Libanon gefasste Hamad erhielt dort zwölf Jahre Haft. Der Prozess vor dem OLG Düsseldorf ist bis Mitte des Jahres terminiert.

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