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Nürnberg bejubelt Bundesliga-Aufstieg

Kiel schafft Relegation - Bochum verliert in Berlin

Düsseldorf Der Traditionsklub 1. FC Nürnberg bejubelt die Bundesliga-Rückkehr nach vier Jahren. Holstein Kiel hat den Relegationsrang sicher. Auch, weil der VfL patzt. Nur die Abstiegsfrage ist noch ungeklärt.

Kiel schafft Relegation - Bochum verliert in Berlin

Der 1. FC Nürnberg ist wieder erstklassig - und kann am letzten Spieltag sogar noch Zweitliga-Meister werden. Foto: dpa

Die Fußball-Bundesliga kann sich auf zwei Traditionsklubs freuen. Eine Woche nach Fortuna Düsseldorf meldete sich auch der 1. FC Nürnberg nach vier Jahren im Oberhaus zurück. Die Mannschaft von Trainer Michael Köllner gewann am vorletzten Zweitligaspieltag beim SV Sandhausen mit 2:0 und machte den achten Bundesligaaufstieg vorzeitig perfekt. Der Club ist damit alleiniger Rekord-Aufsteiger und kann am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen den punkgleichen Mit-Aufsteiger Düsseldorf sogar noch Zweitliga-Meister werden. Hanno Behrens (38.) und Tim Leibold (76.) sorgten für grenzenlosen Jubel bei den Franken.

Nürnberg will „im Kern“ zusammenbleiben

„Das Werk ist geschafft“, sagte „Club“-Coach Köllner am Sonntag überglücklich. „Es ist ein Verdienst der Mannschaft und des ganzen Vereins. Das Ziel ist jetzt, am letzten Spieltag noch Meister zu werden.“ Und Tobias Werner jubelte: „Es gibt keinen Ersatz für Aufstiege und für solche Siege mit der Mannschaft.“ Sport-Vorstand Andreas Bornemann kündigte an, dass der Kern des Teams auch in der Bundesliga zusammen bleiben wird: „Aber natürlich müssen wir uns punktuell auch verstärken.“

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Holstein Kiel hat vor dem Saisonfinale in einer Woche den Relegationsplatz bereits sicher. Dem Team von Markus Anfang genügte ein 1:1 in Düsseldorf, um weiter vom Durchmarsch ins Oberhaus zu träumen. Die „Störche“ können nun in der Relegation am 17. und 21. Mai gegen den Bundesliga-16. die Sensation schaffen. Trainer Markus Anfang, der im Sommer zum Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln wechselt, will sich nun mit dem Aufstieg aus Kiel verabschieden. Der Gegner in den Relegationsspielen ist ihm egal: „Wir nehmen es wie es kommt. Wir werden alles dafür tun, diese Spiele erfolgreich zu gestalten.“

Bochum verliert in Berlin

Dabei profitierte Kiel auch von Niederlagen der Verfolger Arminia Bielefeld (0:1 bei St. Pauli), Jahn Regensburg (0:3 gegen Darmstadt 98) und VfL Bochum (1:3 bei Union Berlin). Die Bochumer verspielten durch ihre erste Niederlage seit Mitte Februar die letzte kleine Chance auf die Aufstiegs-Relegation zur Bundesliga. Kenny Prince Redondo (45. Minute), VfL-Verteidiger Danilo Soares (47.) per Eigentor und Steven Skrzybski (90.+1) erzielten vor 22 012 Zuschauern die Treffer für das Team von Trainer André Hofschneider. Lukas Hinterseer (86.) gelang nur der zwischenzeitliche Anschluss.

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Trotz des Remis gegen Kiel ließ sich die Fortuna ihre Aufstiegsparty mit den Fans im letzten Heimspiel der Saison in der ausverkauften Arena nicht verderben und feierte ausgelassen mit ihren Anhängern. „Wir haben ein tolles Spiel gesehen. Jetzt schauen wir mal, was wir nächste Woche in Nürnberg machen. Wir sind beide aufgestiegen. Das wird sicher ein geiles Spiel“, sagte Fortuna-Coach Friedhelm Funkel.

Abstiegskampf bleibt spannend

Spannend bleibt es im Kampf gegen den Abstieg. Die Entscheidungen, wer den 1. FC Kaiserslautern in die 3. Liga begleitet und wer als Tabellen-16. in die Abstiegsrelegation gegen den Drittliga-Dritten Karlsruher SC muss, fallen erst am 34. Spieltag. Gleich sechs Clubs sind noch involviert.

Die schlechtesten Karten hat nun die SpVgg Greuther Fürth, die durch das 2:2 gegen den MSV Duisburg auf Platz 17 abstürzte. Die Franken (39 Punkte) sind punktgleich mit dem Tabellen-16. Eintracht Braunschweig, der dem FC Ingolstadt 0:2 unterlag.

Darmstadt gelingt Befreiungsschlag

Ein kleiner Befreiungsschlag gelang den Darmstädtern. Die Mannschaft von Dirk Schuster, der am Freitag seinen Vertrag bis 2020 ligaunabhängig verlängert hatte, setzte ihre Erfolgsserie mit dem 3:0 in Regensburg fort und machte einen Sprung auf Rang 14 (40 Punkte).

Bangen müssen Erzgebirge Aue (15. Rang/40) und Dynamo Dresden (13./41) nach dem torlosen Remis sowie Heidenheim (12./41), das in Kaiserslautern 0:1 unterlag. Endgültig den Klassenverbleib sicher haben neben den Berlinern auch St. Pauli und Sandhausen.

Von dpa

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