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Kinderverwahrlosung: Mehr Personal zur Prävention

NORDKIRCHEN Das Thema Kinderverwahrlosung ist spätestens seit den aufrüttelnden Fällen der jüngsten Vergangenheit in aller Munde. Die verhungerte Lea-Sophie in Schwerin oder der zu Tode geprügelte Kevin in Bremen schockierten die Öffentlichkeit. Der Kreistag will solche Fälle in Nordkirchen und Umgebung verhindern.

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Kinderverwahrlosung: Mehr Personal zur Prävention

Teamkoordinator Stefan Holtkamp (Jugendamt Kreis Coesfeld, v.l.), Annette Ahmann (Allgemeiner Sozialer Dienst, Nebenstelle Lüdinghausen) und Bernd Tönning (Leiter Amt für Arbeit und Soziales Nordkirchen).

Deshalb hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung des Jahres 2007 eine nochmalige personelle Verstärkung des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) des Kreisjugendamtes Coesfeld beschlossen. Teamkoordinator Stefan Holtkamp stellte am Dienstag eine Ausweitung der Ressourcen auch in Nordkirchen in Aussicht. "Die Politik hat angemessen reagiert, es sind erhebliche Aufstockungen geplant", freute sich Holtkamp.

Einsatz noch unklar

"Wie das zusätzliche Personal genau eingesetzt wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht klar." Schon zum 1. Mai des vergangenen Jahres war der Allgemeine Soziale Dienst um 1,5 Stellen erweitert worden. Stefan Holtkamp, der zuvor acht Jahre als Sachbearbeiter im ASD tätig war, ist seitdem Teamkoordinator. "Wir bemühen uns um eine gute Vernetzung mit den Einrichtungen vor Ort", so Holtkamp und spielt damit vor allem auf Schulen, Kindertagesstätten oder auch das Amt für Arbeit und Soziales an.

Im Rahmen einer Schulung wurden am Dienstagvormittag einige Mitarbeiter der Verwaltung in Sachen Kinderverwahrlosung fortgebildet, darunter die Schulsekretärinnen, Sozialamtsleiter Bernd Tönning, Anne Büscher und der stellvertretende Bürgermeister Clemens Quante. Büscher und Quante koordinieren und überreichen die Begrüßungspakete für Neubürger und kommen daher ebenfalls regelmäßig in Kontakt mit Familien.

Auf Missstände aufmerksam machen

"Wir wollen eine Art soziales Frühwarnsystem entwickeln und sind um jeden dankbar, der uns auf Missstände aufmerksam macht", erklärte Stefan Holtkamp. Denn der Allgemeine Soziale Dienst verstehe sich als Dienstleister, der Familien in Notlagen Hilfe anbietet. Holtkamp betont: "Jeder kann sich bei uns Rat holen."

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