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Kirchen demonstrieren gegen mehr verkaufsoffene Sonntage

Kirchen und Gewerkschaften haben am Donnerstag vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf gegen mehr verkaufsoffene Sonntage protestiert. „Der Sonntag trägt dazu bei, dass Menschen Zeit für sich selbst und für andere haben - geschenkte Zeit, die nicht unter dem Druck des Ökonomischen steht“, heißt es in einer Erklärung der „Allianz für den freien Sonntag“. Das Bündnis aus katholischen und evangelischen Verbänden sowie der Gewerkschaft Verdi hatte zu der Demonstration aufgerufen. Der arbeitsfreie Sonntag sei auch eine unverzichtbare Grundlage für ehrenamtliches Engagement in Vereinen.

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Düsseldorf

, 01.03.2018
Kirchen demonstrieren gegen mehr verkaufsoffene Sonntage

Kirchen- und Gewerkschaftsvertreter demonstrieren vor dem Landtag. Foto: Federico Gambarini

Die schwarz-gelbe Landesregierung will im sogenannten Entfesselungspaket I die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage von vier auf acht pro Jahr verdoppeln. Kirchen und Gewerkschaften wehren sich auch gegen die angestrebte regelmäßige Ladenöffnungszeit an Samstagen bis Mitternacht. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte, mit der neuen Regelung sollten die Innenstädte gestärkt werden, damit auch der Präsenzhandel weiter „eine gute Zukunft“ habe. Die Landesregierung wolle mit dem geplanten Gesetz auch für mehr Rechtssicherheit sorgen.

Der Vizepräses der rheinischen Kirche, Christoph Pistorius, sagte im Namen aller evangelischen Landeskirchen in NRW: „Es ist falsch, wenn wir Menschen noch mehr darauf reduziert werden sollen, Konsumenten und Einkäuferinnen und Shoppende zu werden. Der Mensch ist mehr als Kunde und Konsument.“ Die SPD-Fraktion kritisierte, die vermehrten Ladenöffnungen an Sonntagen belasteten „in erster Linie die Beschäftigten und deren Familien“.