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Engel mit einem Flügel

KIRCHHELLEN Kindern ein Bild von den Unmenschlichkeiten zu geben, die sich vor 65 Jahren während des Zweiten Weltkrieges ereigneten, ist gar nicht so einfach.

15.01.2008
Engel mit einem Flügel

<p>Ralf Kiekhöfer mit Robert und seinem Vater. Dziabel</p>

Die Fünft- und Sechstklässler des Vestischen Gymnasiums erhielten am Dienstag eine vorbildliche Lektion. Ralf Kiekhöfer vom Töfte-Theater erzählte unter dem Namen "Engel mit einem Flügel" die Geschichte von Robert Goldstein, einem jüdischen Jungen, der den Krieg durch die Besonnenheit seines Vaters und liebe französische Freunde überlebte. Mit Hilfe seiner Klappmaulfiguren, die Robert und seinen Vater darstellen, veranschaulichte Kiekhöfer ohne erdrückende Tragik, wie absurd die Machenschaften der Nationalsozialisten waren.

Katholische "Punkte"

Der Schauspieler klebte den katholischen Kindern im Saal kleine gelbe Punkte als Kennzeichnung auf die Kleidung und fragte: "Wie wäre es, wenn man Euch jetzt sagen würde, ihr dürft nicht mehr mit dem Bus fahren?"

Die nachdenklich gewordenen Kinder schienen zu verstehen und verfolgten auch den Rest des Stücks mit gespannter Betroffenheit. Als Robert berichtete, wie viel Angst er hatte, als die Gestapo ihn und seinen Vater im Kellerraumversteck fanden, wurde es ganz still im Raum. Die Schüler hielten den Atem an, um mitzubekommen, wie Robert den Transport im Viehwaggon nach Theresienstadt erlebt.

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