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Ernte startet zwei Wochen später

Spargel

KIRCHHELLEN Die monatelange Winterkälte hat dem heimischen Spargel nichts anhaben können. Johannes Miermann hat die ersten zehn Kilogramm gestochen: „Der Geschmack wurde nicht beeinträchtigt.“ is alle Spargelfreunde auf ihre Kosten kommen, werden allerdings noch fast zwei Wochen vergehen.

von Von Berthold Fehmer

, 06.04.2010
Ernte startet zwei Wochen später

Den ersten Spargel haben Johannes und Angelika Miermann bereits gestochen. In zwei Wochen ist mit "nennenswerten" Mengen zu rechnen, so dass dann alle Spargelfreunde auf ihre Kosten kommen werden.

„Durch den langen Winter gibt es Spargel erst zwei Wochen später als sonst“, so Miermann von der Gemüsescheune Holthausen. Der Spargel, der dann angeboten wird, stammt aus Mini-Tunneln. Insgesamt sieben Hektar Spargel baut die Familie Miermann an, eineinhalb davon unter Tunneln. Durch die bessere Ausnutzung der Sonnenstrahlen gelingt es, den Spargel etwa zwei bis drei Wochen früher zu ernten, sagt Miermann. Die Kosten für die Mini-Tunnel betragen 4000 bis 5000 Euro pro Hektar – allerdings kann man die Tunnel einige Jahre verwenden. „Der Aufwand beim Spargelstechen ist bei den Tunneln aber auch höher“, so Miermann. Schnee als Isolierung Die Kälte des Winters sei kein Problem für das „königliche Gemüse“ gewesen. „Die Wurzeln sitzen 20 Zentimeter tief im Boden, so tief war die Erde nicht gefroren“, sagt Miermann. Fast immer habe Schnee gelegen, der habe wie eine Isolierung gewirkt. Problematischer wäre ein Kälteeinbruch im April. „Dadurch würde die Wachstumsphase verlängert, dann würden sich Bitterstoffe ansammeln.“ Genügend Arbeitskräfte für das Spargelstechen zu bekommen, sei kein Problem, sagt Miermann. Gewissermaßen hatte die Wirtschaftskrise für die Spargelbauern auch ihr Gutes, da in Ländern wie Großbritannien nun nicht mehr hohe Löhne an Saisonkräfte aus Polen und Rumänien gezahlt werden, der starke Euro im Gegenzug dafür gesorgt hat, dass die Erntehelfer nun wieder gern nach Deutschland kommen.

Für die Gäste wurde die Spargelscheune im Winter umgebaut. Große Fenster sorgen nun für Tageslicht in der Scheune. Ab dem 17. und 18. April werden dort Spargelgerichte angeboten. Natürlich ganz klassisch mit Salzkartoffeln, Schnitzel oder Schinken. Bei den Spargelsalaten hat man sich zwei Besonderheiten ausgedacht: Ein Salat mit Thunfisch sowie eine exotische Variante mit Ananas und Joghurt-Curry-Dressing.