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Freiburger besuchen Montessori-Kinderhaus

Konzept im Mittelpunkt

KIRCHHELLEN Sechs Fachkräften aus Freiburg waren am Dienstag und Mittwoch zu Gast im Montessori-Kinderhaus an der Horsthofstraße. Alle sechs belegen derzeit am Montessori-Zentrum Angell in Freiburg einen Kurs, der als Ziel das Montessori-Diplom hat.

von Von Berthold Fehmer

, 07.04.2010
Freiburger besuchen Montessori-Kinderhaus

Amanda Lampert (l.) ist eine von sechs Fachkräften aus Freiburg, die am Dienstag und Mittwoch das städtischen Montessori-Kinderhaus besuchten. Sie nahmen Anregungen aus der Praxis auf, etwa wie Justin Lütke-Uphues (6) Farben unterschiedlicher Intensität unter der Leitung von Andrea Sareyka sortierte.

Ist das Gelb des einen Plättchens dunkler oder heller als das des anderen? Gar nicht so einfach findet diese Aufgabe der sechsjährige Justin. Beobachtet wird er dabei von Amanda Lampert. Sie ist eine von sechs Fachkräften, die am Dienstag und Mittwoch zu Gast im Montessori-Kinderhaus an der Horsthofstraße waren. Alle sechs belegen derzeit am Montessori-Zentrum Angell in Freiburg einen Kurs, der als Ziel das Montessori-Diplom hat. Lampert unterrichtet selbst bereits an der Grundschule des Angell-Zentrums, sowie zwei Stunden Englisch am Gymnasium und bringt dafür beste Voraussetzungen mit: „Ich bin Ami.“ Den Besuch in Kirchhellen empfindet die Frau aus San Francisco als spannende Erfahrung.

Sie hat bereits einige Montessori-Einrichtungen besucht, und erkennt die Charakteristika auch in Kirchhellen bereits an der Einrichtung. „Hier sind die typischen Lehr- und Spielmaterialien.“ So wie die Farbplättchen, die Justin gerade zu sortieren versucht. Unterstützt wird er dabei von Andrea Sareyka, der stellvertretenden Leiterin der Einrichtung. Sie greift dabei so gut wie gar nicht ein. So, wie es das Konzept von Maria Montessori vorsieht. „Hilf mir, es selbst zu tun“, das sei der Auftrag an die Erzieherinnen, sagt Sareyka.

Die Selbstständigkeit beim Wissenserwerb sei eines der zentralen Erziehungsziele. Auf dem Weg dahin werden vor allem die Sinne der Kinder angesprochen. Etwa mit Farbplättchen. Oder mit Schütteldosen, in denen Sand von fein bis grob unterschiedliche Geräusche macht. „Selbst für Erwachsene ist das manchmal schwer“, sagt Sareyka. Nummern unter den Dosen geben den Kindern eine Erfolgskontrolle. Lampert beobachtet aufmerksam die Fortschritte Justins. Das Montessori-Diplom, das sie anstrebt, haben im Montessori-Kinderhaus bereits sieben von neun Erzieherinnen.

Von den Lernmaterialien gibt es jeweils nur ein Exemplar in der Einrichtung. „Die Kinder müssen also lernen, geduldig zu sein“, sagt Sareyka. Auf der anderen Seite können sie aber auch selbst entscheiden, mit welchem Thema sie sich beschäftigen wollen. Sareyka: „Und wenn ein Kind einfach nur mal spielen möchte, ist das auch o.k..“