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Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen probte den Ernstfall

PKW-Bergung

KIRCHHELLEN Am Dienstagabend stand eine realitätsnahe Übung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhellen in der Sand- und Kiesgrube Ellekotte auf dem Plan. Das Szenario: Ein PKW war eine Böschung herabgestürzt und drohte, weiter abzurutschen.

von Von Holger Steffe

, 28.04.2010
Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen probte den Ernstfall

Die Patienten-orientierte Rettung von Verletzten übten die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhellen am Dienstagabend in der Sandgrube Ellekotten.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Frei nach diesem Motto handelt die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen. Am Freitag laden die Kameraden der Wehr zum Tanz in den Mai, mit Live-Musik und DJ ab 19.30 Uhr ins Brauhaus am Ring. Am Dienstagabend stand aber zunächst eine realitätsnahe Übung in der Sand- und Kiesgrube Ellekotte auf dem Plan. Die Unterbrandmeister Alexander Conrady und Tobias Surmann hatten die Übung generalstabsmäßig vorbereitet.

Die Szenerie: Aufgrund unangepasster Geschwindigkeit kommt ein mit zwei Personen besetzter PKW ins Schleudern, durchbricht eine Absperrung und stürzt eine Böschung hinunter. Im Sturz bleibt der Wagen etwa sechs bis sieben Meter unterhalb der Fahrbahn hängen. Die beiden Insassen sind schwer verletzt und müssen aus ihrem weiter absturzgefährdeten Fahrzeug gerettet werden. Wegen der erheblichen Verletzungen ist eine schonende „Patienten-orientierte Rettung“ erforderlich.

Um an die Verletzten zu gelangen, muss die Feuerwehr umfangreiches technisches Gerät einsetzen, unter anderem auch die Feuerwehr-Drehleiter. Vor Ort stellen die Einsatzkräfte fest, dass die Personen verletzt, ansprechbar und eingeklemmt sind. Der Zugang zum Fahrzeug und zu den Verletzten muss von oben über die Böschung mit Hilfe von Steckleitern erfolgen. Das verunfallte Fahrzeug konnte mit Hilfe von Seilen und einem Fahrzeug der Feuerwehr gegen weiteren Absturz gesichert und mit Hilfe von Unterbaumaterial die Lage stabilisiert werden.

Die vom Rettungsarzt empfohlene patientenorientierte Rettung aus dem Auto erfolgte mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte (Rettungsschere, -spreizer und Hydraulikstempel). Anderthalb Stunden nach Eintreffen der Wehrleute am Unfallort waren die „Verletzten“ geborgen und die Übung beendet. Jetzt freuen sich alle auf den Tanz in den Mai.