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Kinderpuppen-Ausstellung im Hof Jünger

Am 17. und 18. April

KIRCHHELLEN Puppen sind seit Jahren die Leidenschaft von Ursula Stratmann. Am 17. und 18. April stellt sie ihre kleinen Lieblinge von 11 bis 18 Uhr im Hof Jünger aus.

von Von Berthold Fehmer

, 08.04.2010

Fast möchte man protestieren, wenn Ursula Stratmann die zerbrechlich wirkenden Geschöpfe recht grob am Arm packt und durch die Gegend trägt. „So könnte man mit echten Kindern natürlich nicht umgehen“, lächelt sie. Ihre Puppen sind seit Jahren ihre Leidenschaft, ihr „Hobby-Beruf“, wie sie sagt. Am 17. und 18. April stellt sie ihre kleinen Lieblinge von 11 bis 18 Uhr im Hof Jünger aus.   Die insgesamt 16. Ausstellung, wobei Stratmann seit etwa zehn Jahren regelmäßig im Hof Jünger ausstellt.

Zu sehen sind dann Stratmanns Porzellan- und Vinyl-Puppen. Darunter auch die sogenannten „Reborn“-Puppen, die echten Babys zum Verwechseln ähnlich sehen. „Das ist der aktuelle Trend seit einigen Jahren“, sagt Stratmann.So gibt es bei diesen Puppen keine Perücken – die Kunsthaare werden per „Rooting-Verfahren“ mit einer feinen Nadel in natürlicher Wuchsrichtung eingesetzt. Auch die „Haut“ der Puppen ähnelt in Farbe und Struktur immer mehr der von echten Babys. Gänzlich unkritisch sieht Stratmann den Trend nicht. „Ich möchte immer noch Puppen machen. Und keine toten Babys“, sagt sie. Damit hätte sie als gelernte Kinderkrankenschwester durchaus ein Problem.

Auf Messen sehe man aber immer mehr realistisch nachgebildete Babypuppen. „Ich kennen einige kinderlose Frauen, für die das vielleicht ein Ersatz ist“, sagt Stratmann und wundert sich, wenn solche Puppen in Tragetüchern wie echte Babys herumgetragen werden. Auch wenn Stratmanns Puppen immer noch Puppen bleiben sollen – zum Spielen sind sie nicht geeignet. „Das sind eher Liebhaberstücke für erwachsene Frauen.“