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Sternsinger sind nicht immer willkommen

KIRCHHELLEN Es gibt sie schon seit 50 Jahren: Kinder, die in der ersten Januarwoche verkleidet von Haus zu Haus ziehen und dort um Spenden bitten. Die Sternsingertradition wird natürlich auch in Grafenwald fortgeführt.

von Von Yvonne Dziabel

, 06.01.2008

Dass die Kinder es jedoch nicht immer ganz einfach haben, stellte sich am Samstag heraus. Denn trotz des vorbildlichen Engagements der Jugendlichen war Petrus ihnen anscheinend nicht ganz so wohl gesonnen.  Doch echte Sternsinger lassen sich von etwas Regen nicht abhalten, und so zogen am Samstag Charline (9), Annette (10) und Fabian (9) als Kaspar, Melchior und Baltasar gemeinsam mit Sternenträger Julian (9) und ihren Begleiterinnen Christine und Hanna los.

Klingeln und hoffen

"Wir sind für fünf Straßen rund um die Kirche eingeteilt", erklärte Hanna. An jeder Tür hieß es: klingeln und hoffen, denn die Sternsinger werden längst nicht überall mit offenen Armen empfangen. "Hier ist keiner zu Hause", stellte Kaspar Charline mehrfach enttäuscht fest. Dennoch hinterließen die Sternsinger ihr Segensschild mit den Buchstaben C+M+B auf der Fußmatte.

An einigen Haustüren hatten die Kinder mehr Glück. Helga Lanfermann zum Beispiel hatte die Gruppe bereits erwartet und freute sich über den Besuch. "Stern über Betlehem" wurde angestimmt und Helga Lanfermann hörte lächelnd zu, bevor sie kurz in ihrer Wohnung verschwand. Mit einer Geldspende für das Kindermissionswerk und einem fertig gepackten Paket kam sie zurück. Die Kinder bedankten sich und kletterten dann schnell die nächsten Stufen hoch, denn es waren ja noch mehr Bewohner zu besuchen. "Ich finde es jedes Mal schön, wenn die Kinder hier singen", erklärte Helga Lanfermann.

Keine Packesel

Doch auch Sternsinger haben menschliche Bedürfnisse und sind keine Packesel. Hildegard Jaschke, früher selber Sternsingerin, dann Betreuerin und jetzt, wie sie selbst sagt, Taxi für gespendete Süßigkeiten und Getränkelieferant, wartete bereits an der nächsten Ecke.

Die Süßigkeiten gingen in den Kofferraum und die Kinder bekamen Becher mit Apfelschorle. "Man muss die Kinder ja bei Laune halten", lachte Hildegard Jaschke. Gut gestärkt machte sich die kleine Gruppe dann wieder auf den Weg, schließlich hatten sie eine Mission.

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