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Strahlende Bilder von Bettina Büssing

Ausstellung Hof Jünger

KIRCHHELLEN Bettina Büssings Augen strahlen. Ihre Bilder tun es auch. Gestern eröffnete die Kirchhellenerin ihre Ausstellung „Palette Variablo“ im Hof Jünger.

von Von Iris Woitschell

, 11.04.2010

Die Ausstellung zeigt eine Reise durch die Zeit – 13 Jahre, in denen sich Büssing mit der Malerei beschäftigt hat. Der Besucher beginnt in der Gegenwart. „Ich lasse mich oft durch Lichtverhältnisse inspirieren“, erklärt die Künstlerin, die ihre Winterbilder im Erdgeschoss zeigt. Diese sind keineswegs düster. Sie strahlen Lebensfreude und Energie aus. „So richtig wirken die Bilder erst, wenn man sie mit etwas Abstand betrachtet“, findet eine Besucherin.

„Metallische Farben in Rot“ heißt Büssings Lieblingsbild. Acryl mit Spachteltechnik. Entstanden ist es in diesem Jahr. „Das letzte Bild finde ich immer am schönsten“, so die Kirchhellenerin. Dass sie eine breite Palette an Maltechniken beherrscht, zeigt sich im Raum der Sommerbilder. Weiß ist die vorherrschende Farbe. Mit einer speziellen Mischtechnik – „Wie es genau geht, will ich nicht verraten“ – bringt die Malerin den Farbenreichtum des Himmels auf die Leinwand. „Vulkangestein“ heißt die sommerliche Landschaft, in der Büssing nicht nur Farbe, sondern auch Steine und ihre Ohrringe verarbeitet hat: „Ich dachte, die machen sich hier gut.“ In dieser Zeit habe sie viel experimentiert, auch mit Gips und Sand.

Ihre knallige Phase hatte Bettina Büssing 2005. Dort entstanden zwei beeindruckende, großformatige Ölbilder mit den Titeln „Dschungel“ und „Paradies“ (520 und 800 Euro). „Am Anfang habe ich alles abgemalt“, dann habe ich mich mehr davon gelöst und eigene Ideen und Fantasien umgesetzt.“ Eine dieser Ideen war, ein Bild mit geschlossenen Augen zu malen. Je weiter der Besucher in die Vergangenheit schaut, 1997 begann Büssing mit der Malerei, desto gegenständlicher werden die Motive. Aquarellbilder in kleineren Formaten zeigen Blumen, Landschaften und Portraits. Unter der Anleitung ihrer Kirchhellener Dozentin Renate Worberg habe sie zunächst gelernt, Formen in Bildern zu erkennen und herauszuarbeiten. Im Studium der alten Meister sei dann das Auge geschult worden. Arbeiten von Matisse, van Gogh und Picasso seien immer wieder aufgegriffen worden. Wie schafft man es, über 13 Jahre derart kreativ zu sein? Büssing: „Man braucht Zeit und Muße.“

Die Ausstellung „Palette Variablo“ von Bettina Büssing ist noch am kommenden Samstag (17.) von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag, 18. April, von 11 bis 18 Uhr im Hof Jünger, Wellbraucksweg 4, zu sehen. Im Mai stellt dann die Bottroper Malerin Elisabeth Dörr ihre Bilder aus.