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Tischlerei Hetkämper restauriert Feldhausener Beichtstuhl

Nach 60 Jahren

FELDHAUSEN „In Feldhausen wird nicht gesündigt, deshalb bräuchten wir eigentlich keinen Beichtstuhl“, scherzt Pastor Gerhard Kaußen auf die Frage, wo denn die Gläubigen zur Zeit beichten könnten. Die Beichtstuhl aus der über 500 Jahre alte Kirche St. Mariä-Himmelfahrt wird zur Zeit restauriert.

von Von Holger Steffe

, 29.04.2010
Tischlerei Hetkämper restauriert Feldhausener Beichtstuhl

Tischlermeister Johannes Hetkämper (68) musste den Beichtstuhl von St. Mariä-Himmelfahrt ganz abschleifen, beizen und lackieren. Dieser Teil des Beichtstuhls mit Sitzplatz des Pastors ist nun vollständig restauriert worden.

Die etwa 60 Jahre alte eicherne Holzkonstruktion wurde Mitte April von der Tischlerei Hetkämper und Hermann Gahlen vom Kirchenvorstand ausgebaut. „Der Standort soll sowieso geändert werden und der Zustand des Beichtstuhls machte eine Restauration dringend erforderlich“, erklärt Tischlermeister Johannes Hetkämper (68), das auch Pastor Stücker großen Wert auf den Erhalt der alten Substanz legt. Füllungen waren gerissen und mussten neu verleimt werden, verrostete Beschläge, frisch poliert und lackiert, erstrahlen in neuem Glanz.

Sämtliche Wurmlöcher sind ausgeblasen und mit Wurmtod gespritzt. „Das Eichenholz musste ich ganz abschleifen, nach Farbskala beizen und lackieren, ebenso die Tischlerplatte“, beschreibt Hetkämper die aufwändigen Arbeiten. Selbst die Fenster sind mit altem Glas, restaurierten Rahmen, Scharnieren und Verschlüssen schon wieder eingebaut. Aus Sicherheitsgründen und nach neuen Vorschriften muss allerdings die gesamte Elektrik durch neue Teile ersetzt werden. Den Teppich hat Meister Hetkämper zusätzlich neu, aber lose verlegt.

Wenn der Beichtstuhl Anfang Mai von der Werkstatt an der Weiherstraße in Gladbeck wieder nach Feldhausen gebracht wird, fehlt die linke Seite. Hierfür ist in der Kirche kein Platz mehr vorhanden. Bei so wenigen „Sündern“ in Feldhausen dürfte eine Beichtgelegenheit aber wohl ausreichen.