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Zu Gast im Wald

Frühlingsfest

KIRCHHELLEN Zum Frühlingsfest hatte am Sonntag das Waldpädagogischen Zentrum (WPZ) in Kirchhellen eingeladen. Und da wurde kleinen Forschern und ihren Eltern allerhand geboten.

von Von Sabine Bornemann

, 25.04.2010

Die Einrichtung des Waldpädagogischen Zentrums geht auf eine Initiative von Heinz Tenhumberg, den ehemaligen Leiter der Gregorschule in Grafenwald, zurück. Bereits in den 80er Jahren hatte er angefangen, der Naturentfremdung von Grundschulkindern entgegen zu wirken, in dem er mit ihnen durch die Felder streifte oder Bauernhöfe besuchte.

An der Vermittlung des Ökosystems "Wald" arbeitet er nun seit 15 Jahren und hat mit seinem Team aus einem heruntergekommenen Schießstand ein ansehnliches Areal mit Lehrpfaden, Wildgehegen, Imkeranlage und Waldjugendhaus entwickelt. Dabei hat sich Heinz Tenhumberg einen tibetanischen Ausspruch zum Motto gemacht: "Wir können nur schützen, was wir lieben. Wir können nur lieben, was wir verstehen. Wir können nur verstehen, was wir lernen."

Inzwischen haben alle Bottroper Grundschulen den jährlichen Besuch im WPZ in ihr Schulprogramm aufgenommen. In den vergangenen zwei Wochen waren 52 Klassen aus Grund- und Förderschulen zu Besuch. Im ersten Schuljahr dürfen die Kinder im Pflanzzelt in der Erde wühlen - für manches Stadtkind zum ersten Mal in seinem Leben. Auf Waldspaziergängen erfahren sie, welches Tier welche Geräusche macht.

Im zweiten Schuljahr wird erklärt, wie ein Baum aufgebaut ist und wie Wurzeln und Photosynthese funktionieren. Für die Drittklässler geht es um den ganzen Wald als zusammenhängendes Ökosystem. Im vierten Schuljahr versuchen die Pädagogen den Kindern klar zu machen, dass der Mensch nur Gast im Wald ist und eine Verantwortung für die Schöpfung hat.Neues Grundstück notwendig

Das diesjährige Frühlingsfest, das am Sonntag gefeiert wurde, diente auch dazu, Dr. Fischer von der DSK und Ewald Steinmann vom Haus Vogelsang um Unterstützung für ein neues Grundstück zu bitten, denn das alte Gebiet kann den nächsten Jahrgangswald nicht mehr aufnehmen.

Beim Fest am Sonntag war auch der Umweltbus "Lumbricus" zu Gast, wo die Kinder z.B. an Mikroskopen die Lebewesen im Waldbach untersuchen konnten. Neben viel Musik und Leckereien waren Produkte aus Holz und Bienenwachs zu haben. Fotos aus Uganda machten den globalen Zusammenhang beim ressourcenschonenden Wirtschaften deutlich.