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NRW Schlusslicht

Kita-Notstand: Elternvertreter empfehlen Klage

DÜSSELDORF Wer ab August 2013 in Nordrhein-Westfalen keinen Betreuungsplatz für sein ein oder zwei Jahre altes Kind bekommt, soll dies nach Ansicht von Elternvertretern bei den Kommunen einklagen. Nur so lasse sich Druck auf die Kommunen und das Land ausüben.

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Kita-Notstand: Elternvertreter empfehlen Klage

Jetzt ist es amtlich: Der Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder geht im Westen der Republik viel zu langsam voran. Die Statistik nährt Zweifel, ob das große Ziel noch zu schaffen ist: Bis 2013 jedem dritten Kleinkind einen Platz anzubieten. Archivfoto: Patrick Seeger

„Durch Klagen allein werden diese Plätze natürlich nicht plötzlich geschaffen. Es ist aber das einzige Druckmittel, das Eltern haben“, sagte der Vorsitzende des Landeselternrats Kita NRW, Andreas Blanke, am Dienstag. Das Problem in seinen Augen: Faktisch seien mehr Betreuungsplätze für Land, Kommunen und Trägern nicht finanzierbar. Er forderte eine Aufstockung der Bundesmittel. „Wer die Musik bestellt, der muss sie auch bezahlen“, meinte er.

 Mit einer Betreuungsquote von 15,9 Prozent zum Stichtag 1. März ist NRW beim Angebot von öffentlichen Betreuungsplätze bundesweites Schlusslicht. Dies geht aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamt hervor. Mit 1,9 Prozentpunkten gab es gegenüber 2010 den geringsten Anstieg aller westdeutschen Flächenländer. Zum Vergleich: Im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) liegt die Quote durchschnittlich bei 20 Prozent, im Osten der Republik (ohne Berlin) sogar bei 49 Prozent.

 Ab August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf die Betreuung ihrer Kleinkinder. Bis dahin soll NRW eine Bedarfsdeckung von 32 Prozent erreichen. Das Ausbauziel sind insgesamt 144.000 Plätze. Davon fehlen laut Familienministerium noch 44.000. Bundesweit sind 750.000 Plätze vorgesehen - 230.000 Plätze mehr als derzeit vorhanden.  

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