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Königsklasse im Wandel: Anstoßzeiten, Modus, TV

Kiew. Die UEFA spricht von einer Evolution und nicht von einer Revolution. Das sehen viele kleine Clubs anders, die in Sachen Geldverteilung ein weiteres Auseinanderdriften beklagen. Auch sonst ändert sich einiges in der Champions League: bei Anstoßzeiten, Modus oder TV-Übertragung.

Königsklasse im Wandel: Anstoßzeiten, Modus, TV

Die Trophäe der Königsklasse, der „Henkelpott“. Foto: Gregor Fischer

Die Fußball-Fans müssen ab der kommenden Saison in der Champions League mit einigen Änderungen vorliebnehmen.

Die TV-Übertragungen verschwinden mit Ausnahme des Endspiels komplett ins Pay-TV, die Spiele werden zukünftig um 18.55 Uhr und 21.00 Uhr angepfiffen, und in einer möglichen Verlängerung kann ein vierter Spieler eingewechselt werden. Für die teilnehmenden Clubs wird der Wettbewerb insgesamt lukrativer. Die Änderungen in der UEFA-Königsklasse ab 2018/19 auf einen Blick:

ANSTOßZEITEN: Die Begegnungen werden zukünftig dienstags und mittwochs um 18.55 Uhr und 21.00 Uhr angepfiffen. Bislang beginnen die Spiele fast alle um 20.45 Uhr.

GELDVERTEILUNG: Das Verteilungssystem setzt sich auch 2018/19 aus Antrittsprämie, Leistungszahlungen, individuellem Club-Koeffizient und Marktanteil zusammen. Die Club-Koeffizienten werden dabei aber nach einem neuen System berechnet. Der Anteil des Nationalverbandes fließt größtenteils nicht mehr ein. Dafür werden historische Erfolge wie Europapokalsiege berücksichtigt. Auch steigen die erfolgsbezogenen Einnahmen prozentual im Vergleich zum Antrittsgeld. Zudem wird das Geld aus dem Marktpool deutlich stärker nach dem Clubkoeffizienten ausgerichtet. Das heißt, dass Mannschaften, die regelmäßig in der Königsklasse vertreten sind, stärker profitieren. Durch die Reform sollen sportliche Erfolge mehr honoriert werden. Kritik kommt von den kleinen Vereinen, die monieren, dass die reichen Clubs immer reicher werden.

MODUS: Die vier besten Nationen (derzeit Spanien, England, Deutschland, Italien) in der Fünfjahreswertung haben ab 2018/19 vier direkte Starter. Der Bundesliga-Vierte Borussia Dortmund muss im August also nicht mehr in die Playoffs und hat Planungssicherheit. Playoff-Spiele wie in dieser Saison zwischen 1899 Hoffenheim und dem FC Liverpool sind nicht mehr möglich. Insgesamt haben 26 Teams einen fixen Startplatz, nur sechs Plätze werden noch über die insgesamt fünf Qualifikationsrunden ausgespielt.

SPIELER: Ab der K.o.-Phase darf ein vierter Spieler in einer möglichen Verlängerung eingewechselt werden. Für das Finale dürfen 23 statt wie bisher 18 Spieler in den Kader berufen werden. Außerdem dürfen die Clubs nach der Gruppenphase drei Spieler ohne Einschränkungen nachmelden. Zudem darf ein Spieler, der in der Winterpause den Verein wechselt, auch für diesen in der Champions League spielen, auch wenn er für seinen alten Club schon in der gleichen Saison in der Königsklasse zum Einsatz kam.

TERMINE: Der erste Spieltag in der Gruppenphase ist für den 18./19. September angesetzt. Das Achtelfinale wird zwischen dem 12. Februar und dem 13. März ausgespielt. Die Viertelfinals finden am 9./10. und 16./17. April statt, die Halbfinals folgen am 30. April/1. Mai und 7./8. Mai. Das Endspiel wird am 1. Juni im neuen Estadio Metropolitano von Atlético Madrid ausgetragen.

TV: Das ZDF darf in der kommenden Saison keine Spiele der Champions League mehr zeigen. Aufgrund des neuen Medienvertrags der UEFA für den deutschen Markt gibt es von August an keine Spiele im frei empfangbaren Fernsehen mehr. Bisher waren es zumindest 17 pro Saison. In der kommenden Spielzeit übertragen der Pay-TV-Sender Sky und der ebenfalls zahlungspflichtige Streamingdienst DAZN. Fans, die beispielsweise alle Spiele mit deutscher Beteiligung schauen möchten, benötigen zukünftig zwei Abonnements. Nur wenn ein deutscher Verein im Endspiel steht, gibt es eine Übertragung im frei empfangbaren Fernsehen.

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