Kostenloser Nahverkehr: Modellstädte wollen Details klären

Die Bürgermeister der fünf von der Bundesregierung ausgewählten Modellstädte für Gratis-Nahverkehr reisen am Montag mit vielen Fragen zu einem ersten Treffen mit Regierungsvertretern nach Bonn. Es geht um kostenlose Busse und Bahnen im Kampf gegen zu schmutzige Luft. „Wir erhoffen uns vor allem Klarheit über die finanzielle Ausstattung des Versuchs und über den Rechtsrahmen“, sagt Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD). Auch die anderen Bürgermeister wollen wissen, wer zahlen wird, wenn es darum geht, versuchsweise kostenlosen Nahverkehr und andere Maßnahmen gegen Luftverschmutzung umzusetzen.

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Bonn

, 24.02.2018, 08:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Bus fährt über eine Straße in Essen. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Ein Bus fährt über eine Straße in Essen. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Noch herrscht bei den betreffenden Kommunen weitgehend Unklarheit darüber, was die Bundesregierung überhaupt plant. Beim dem Treffen am Montag im Bundesumweltministerium soll es sich um ein Auftaktgespräch handeln. Eingeladen sind die Bürgermeister von Mannheim, Reutlingen, Herrenberg, Bonn und Essen.

Die Bundesregierung will angesichts einer drohenden Klage der EU-Kommission ihre Maßnahmen für saubere Luft in deutschen Städten ausweiten. Das geht aus einem Brief hervor, den Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella geschickt hatten. Der Bund erwägt demnach unter anderem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, um die Zahl privater Fahrzeuge auf den Straßen zu verringern.