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Künstler Hörl bringt Arbeiter in Hütte zurück

Völklingen. Der Nürnberger Konzeptkünstler Ottmar Hörl setzt den ehemeligen Arbeitern der Völklinger Hütte ein Denkmal. 100 Figuren mit Helm und in Arbeitskleidung hat er dazu aufgebaut.

Künstler Hörl bringt Arbeiter in Hütte zurück

Einer der 100 Hüttenarbeiter auf einer Rampe auf dem Gelände des ehemaligen Eisenwerks in Völklingen. Foto: Oliver Dietze

Die Hüttenarbeiter sind wieder da: 100 Arbeiter-Figuren aus Kunststoff hat der Nürnberger Konzeptkünstler Ottmar Hörl im Weltkulturerbe Völklinger Hütte aufgestellt.

„Sie erinnern in kreativer und emotionaler Weise an die Menschen, die in der Völklinger Hütte gearbeitet haben“, sagte der Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Meinrad Maria Grewenig, zum Start am Dienstag. Die 1,10 Meter großen Figuren in Orange, Gold und Grau hat Hörl über das gesamte Hüttengelände verteilt, das 1986 stillgelegt worden war.

Mit seinen Mini-Arbeitern wolle er den früheren Arbeitern ein Denkmal setzen, erklärte Hörl. Bei einem Gang durch die Stätten des alten Eisenwerks - die heute Ausstellungsgelände sind - habe er gemerkt, „dass die Menschen, die eigentlich dieses Werk ausmachen, fehlen.“ In seinem Projekt „Second Life - 100 Arbeiter“ brachte er sie zum Tag der Arbeit zurück: Mit Helm und in Arbeitskleidung.

Hörl ist bekannt für seine seriellen Figurenkreationen. Unter anderem hat er sich Karl Marx, Martin Luther und Richard Wagner gewidmet. Die Arbeiter von Hörl seien der Auftakt zum Thema „Arbeiten auf der Völklinger Hütte“, das in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt im Weltkulturerbe sein werde, sagte Grewenig.

Die Völklinger Hütte ist das weltweit einzig erhaltene Eisenwerk aus dem Industriezeitalter. Sie war 1986 nach rund 100 Jahren stillgelegt und 1994 zum Weltkulturerbe erklärt worden.

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