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Kürzerer Unterricht ist in NRW kein Thema

DÜSSELDORF Der Vorstoß von CDU-regierten Bundesländern, die vorgeschriebene Stundenzahl an Gymnasien wegen der Verkürzung der Schulzeit auf acht Jahre abzusenken, stößt in NRW auf breite Ablehnung.

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Kürzerer Unterricht ist in NRW kein Thema

Nordhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer (CDU) lehnt eine Verkürzung des Unterrichts an Gymnasien ab.

„Eine Verkürzung kommt für uns überhaupt nicht in Frage“, sagte gestern ein Sprecher des Schulministeriums. Dies würde den pädagogischen Intentionen seines Hauses zuwiderlaufen. Die Stunden seien vielmehr gerade erst aufgestockt worden, um schwächeren Schülern durch individuelle Förderung zu unterstützen.

Als Ausweg aus diesem Dilemma will Düsseldorf – wie berichtet – künftig wieder stärker den Samstag als Unterrichtstag einbeziehen.

Das Ministerium reagierte mit diesen Klarstellungen auf den saarländischen Bildungsminister Jürgen Schreier (CDU). Er hatte am Wochenende kritisiert, dass das Unterrichtspensum von 265 Jahreswochenstunden zu „hoch und zu starr“ sei.

Besser über unzeitgemäße Unterrichtsinhalte reden

Auch in den Regierungsfraktionen ist eine Verkürzung der Unterrichtszeit kein Thema. Allerdings verwiesen die Schulpolitiker Bernhard Recker (CDU) und Ingrid Pieper-von Heiden (FDP) darauf, dass man dringend eine Debatte über unzeitgemäße Inhalte des Unterrichts zu führen habe: „Da müssen wir unbedingt ran“, sagte Pieper- von Heiden.

Für die SPD sagte Oppositionschefin Hannelore Kraft, der Vorstoß der CDU-Länder gehe in eine völlig falsche Richtung. Pisa habe gezeigt, dass mehr Unterricht erteilt werden müsse. Die einzige Lösung sei der schnelle und konsequente Ausbau der Ganztagsschule. Ähnlich äußerten sich auch die Grünen.

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