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LEG-Privatisierung rückt näher

DÜSSELDORF Die geplante Privatisierung des Düsseldorfer Immobilienkonzerns LEG mit seinen 95.000 Wohnungen kommt offenbar voran. Das Land plane den Verkauf zum Ende des ersten Quartals 2008, berichtete LEG-Geschäftsführer Ulrich Tappe bei Vorlage der Bilanz am Donnerstag in Düsseldorf.

LEG-Privatisierung rückt näher

Laut LEG hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2006 ihr Investitionsvolumen erhöht. Der Jahresüberschuss betrug nach Steuern 16,8 Millionen Euro.

Seit Juni bereite das Frankfurter Bankhaus Metzler den Verkauf vor. Trotz der hohen Schulden von rund 2,4 Milliarden Euro kann das Land nach Einschätzung Tappes mit einem Verkaufserlös rechnen. „Es wird einen Nettoerlös geben“, versicherte er. Das Vermögen der LEG sei größer als die Schulden, „sonst müssten wir zum Insolvenzrichter“. Angaben zum Wert der LEG und zu möglichen Käufern machte Tappe nicht.

Bedingungen für den Verkauf

Er verwies zugleich auf die vom Land gestellten Bedingungen für einen Verkauf. Der Erwerber erhalte nicht nur die Wohnungen, er müsse auch die Geschäftsbereiche Projekt- und Stadtentwicklung übernehmen. Von den derzeit rund 95.000 Wohnungen dürften pro Jahr nur 2,5 Prozent verkauft werden. Außerdem seien Mieterhöhungen enge Grenzen gesetzt, da es sich bei rund 70 Prozent des Bestands um Sozialwohnungen handele. Etwa die Hälfte der Sozialwohnungen werden von Hartz-IV-Empfängern bewohnt.

Weniger Wohungsverkäufe

Im vergangenen Jahr habe die LEG auf allen Geschäftsfeldern schwarze Zahlen geschrieben, betonte Tappe. Wegen der gesunkenen Zahl von Wohnungsverkäufen ging der Jahresüberschuss um mehr als ein Viertel auf 16,8 Millionen Euro zurück. 2006 hatte die LEG rund 7800 Wohnungen verkauft, im vergangenen Jahr waren es etwa 2200. Der Umsatz ging um fast ein Viertel auf 552 Millionen Euro zurück.

Trotz einer „sehr dünnen Eigenkaptalquote“ von nur knapp 11 Prozent habe die LEG mehr als 100 Millionen Euro in die Modernisierung der Wohnungen gesteckt, sagte Tappe. Dieser Kurs solle fortgesetzt werden. Tappe fasst auch den Kauf und Neubau weiterer Wohnungen ins Auge.

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