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LTU: Tarifverträge abgeschlossen - Neuaufstellung geplant

DÜSSELDORF Wie es mit der Fluglinie LTU weitergeht, wird sich im Herbst entscheiden. Air-Berlin-Chef Joachim Hunold, der die LTU gerade übernommen hat, will Mitte September die Katze aus dem Sack lassen. Im Tarifstreit einigten sich am Montagabend die Parteien auf einen Tarifvertrag für das Kabinenpersonal.

LTU: Tarifverträge abgeschlossen - Neuaufstellung geplant

Das LTU-Logo wird möglicherweise bald verschwinden oder nur noch klein zu sehen sein. Nachdem Air Berlin LTU übernommen hat, sollen auch die Flieger Berlin im Namen tragen.

„Wie die LTU in Düsseldorf mitteilte, erhalten die Flugbegleiter rückwirkend zum 1. Januar drei Prozent mehr Gehalt. Am 1. Juli 2008 kommen weitere zwei Prozent hinzu. Der Vergütungstarifvertrag ist bis Ende 2008 gültig. Der neue Manteltarifvertrag endet zwei Jahre später. Mit diesem Abschluss sind wir vor dem wirtschaftlichen Hintergrund des Unternehmens wieder bis an die Grenze des Möglichen gegangen“, erklärte LTU-Geschäftsführer Jürgen Marbach. Gleichzeitig seien faire Abschlüsse für das Boden-, Kabinen- und Cockpitpersonal erreicht worden. Mit diesen Abschlüssen habe man eine gute Voraussetzung für eine schnelle Integration der LTU in die Air Berlin-Gruppe geschaffen.

In dieser Hinsichicht steht fest: Es wird wenig so bleiben, wie es ist: „Die LTU wird eine neue Markenstrategie bekommen“, verkündete Hunold am Wochenende. Und dazu gehört offenbar, dass das Unternehmen zwar als Gesellschaft erhalten bleibt, die Flugzeuge aber mit den Air-Berlin-Farben und -Logos versehen und über Air Berlin vermarktet werden. Hunold will aus dem bisherigen Ferienflieger, der auch das Air-Berlin-Drehkreuz Palma de Mallorca anfliegt, eine Interkontinental-Linie machen. Und weltweit, so hieß es aus Unternehmenskreisen, habe der Name LTU kaum eine Bedeutung. Mit Berlin im Firmennamen sei aber eine Identifikation möglich.

Neue Plätze für Geschäftsleute Derzeit ist man dabei, die LTU-Maschinen vom Typ Airbus A 330, die im Interkontinental-Verkehr unter anderem in die USA, nach Thailand, Kenia, Kanada und Sri Lanka fliegen, mit neuen Plätzen in der Business-Klasse auszustatten. Mindestens 30 sollen es pro Maschine sein, um für Geschäftsleute interessant zu werden, auf die Air Berlin schon seit längerem zunehmend auch auf der Mittelstrecke setzt.

Im Visier: China und Indien Damit will sich die Nummer zwei der deutschen Airlines auch im Übersee-Verkehr für zahlungskräftigeres Publikum interessant machen und sich gegenüber der Nummer eins, Lufthansa, besser positionieren. Dazu aber müssen auch neue Ziele her: „Wir haben einige im Visier“, so Hunold. Start- und Landegenehmigungen (Slots) für China und Indien seien bereits beantragt. Neue Maschinen vom Boeing-Typ Dreamliner sind bestellt. Zur Strategie gehört es auch, die Kräfte auf der Mittelstrecke zu bündeln. So werden zum Beispiel nach Mallorca größere Air-Berlin-Maschinen eingesetzt, die die Kunden der LTU zu den Zeiten, in denen man bislang parallel die Balearen anflog, übernehmen sollen. „So werden einige der raren Slots in Düsseldorf frei, die wir für neue Ziele nutzen können“, erklärte Hunold.

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