Ladenbesitzer soll Brandstiftung beauftragt haben

Der Inhaber eines orientalischen Lebensmittelgeschäfts in Westerkappeln (Kreis Steinfurt) hat offenbar einen Brand in seinem Laden in Auftrag gegeben. Die Polizei habe nach „umfangreichen Ermittlungen“ sieben Menschen festgenommen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Samstag mit. Fünf von ihnen sitzen in Untersuchungshaft, zwei Tatverdächtige wurden in Belgien festgenommen und sollen ausgeliefert werden.

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Westerkappeln

, 18.02.2018, 22:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Polizei geht davon aus, dass der Inhaber zusammen mit seinem Bruder und einem 30-Jährigen die Brandstiftung in der Nacht zum 07. Februar 2018 organisiert hat. „Es besteht der Verdacht, dass zu Unrecht Leistungen der Versicherungen in Anspruch genommen werden sollten“, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt von der Staatsanwaltschaft Münster am Samstag zum mutmaßlichen Motiv. 

Die vier weiteren Tatverdächtigen sollen den Angaben nach den Plan ausgeführt haben - zwei von ihnen als Fahrer. Bei dem Brand im Erdgeschoss eines Wohnhauses wurde niemand verletzt, es befanden sich aber acht Bewohner im Haus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt daher neben besonders schwerer Brandstiftung und versuchten Betruges auch wegen versuchten Mordes.