Landtag berät über Sozialticket: Protestfahrt mit Limousine

Der breite Protest für den Erhalt des Sozialtickets in NRW hat Wirkung gezeigt: Laschets Regierung hat eingelenkt. Allerdings sind die Landeszuschüsse nur für 2018 gesichert. Für eine dauerhafte Zusage machen Bedürftige auf ungewöhnliche Weise mobil.

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Düsseldorf

, 29.11.2017, 00:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet (CDU). Foto: Dietmar Gust

Armin Laschet (CDU). Foto: Dietmar Gust

Die Zukunft des Sozialtickets für Bedürftige beschäftigt heute den nordrhein-westfälischen Landtag in einer Aktuellen Stunde. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat dem geplanten Oppositionsangriff auf seine schwarz-gelbe Koalition allerdings schon Wind aus den Segeln genommen. Die Regierung hatte am Dienstag zugesagt, die Landeszuschüsse zu dem verbilligten Nahverkehrsticket im kommenden Jahr doch nicht zu kürzen. SPD und Grüne wollten im Landtag ursprünglich eine „kalte“ Sozialpolitik anprangern. Nun fordern sie eine Finanzierungszusage für die gesamte Legislaturperiode.

Zu diesem Zweck wollen arme und wohnungslose Sozialticketnutzer am Vormittag mit einer gemieteten Luxuslimousine vor das Parlament fahren und nach ihren Alternativen zum Sozialticket fragen. Initiator ist das Düsseldorfer Straßenmagazin „fiftyfifty“.