Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Landtagsabgeordneter Sagel wechselt zu den Linken

DÜSSELDORF Vier Monate nach seinem Austritt bei den Grünen ist der fraktionslose Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel aus Münster gestern der in Gladbeck am Wochenende neu gegründeten Linkspartei beigetreten.

Anzeige
Landtagsabgeordneter Sagel wechselt zu den Linken

Rüdiger Sagel will Landesgeschäftsführer der Linken werden.

Der 52-Jährige begründete in Düsseldorf den seit längerem erwarteten Schritt mit seiner vollen Übereinstimmung mit den politischen Zielen der Linken: „Das Programm gefällt mir ausgesprochen gut, auch weil ich daran mitgearbeitet habe“, erklärte der Haushalts- und Finanzexperte. „Die Linke ist die einzige wirkliche Opposition in Land und Bund“, sagte Sagel. Und sie sei die treibende Kraft für bessere Lebensbedinungen für die Menschen in unserem Land: „Deshalb trete ich jetzt in die neue Partei ein.“ Anschließend überreichte Sagel im Landtag dem Vorsitzenden der NRW-Linken, Wolfgang Zimmermann, demonstrativ sein Beitrittsformular.

Auf wiederholte Nachfrage bestätigte Sagel, dass er auch zu der im Programm geforderten Verstaatlichung von Schlüsselindustrien und einem Generalstreik zur Durchsetzung politischer Ziele stehe.

Nachholbedarf in Sachen Ökologie

Über seine weitere persönliche Zukunft, so Sagel, habe er sich keine Gedanken gemacht. Er wolle als einziger Landtagsabgeordneter dazu beitragen, die Linke in NRW „inhaltlich und strukturell zu stärken“. Er räumte ein, dass seine neue Partei in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit derzeit durchaus noch Nachholbedarf habe.

Die auch gestern wiederholt vorgebrachte Aufforderung der anderen Parteien, sein Mandat niederzulegen, lehnte Sagel ab. Nicht er habe einen Kurswechsel in der Friedens- und Sozialpolitik vorgenommen, sondern die Grünen, die den Militäreinsatz in Afghanistan gebilligt und die Hartz-Gesetze mitgetragen hätten.  Zimmermann begrüßte den Beitritt Sagels ausdrücklich als „hilfreich“ für die Linke. Sagel solle bereits am Freitag an der Sitzung des Landesvorstandes teilnehmen, sagte er. 

Anzeige
Anzeige