Laschet verteidigt Merz als Brexit-Beauftragten

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Berufung von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz zum Brexit-Beauftragten der Landesregierung verteidigt. Merz sei eine international anerkannte Persönlichkeit, sagte der Regierungschef am Mittwoch vor Journalisten in Düsseldorf. Er könne die Kritik der Opposition an der Personalentscheidung nicht nachvollziehen.

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Düsseldorf

, 08.11.2017, 15:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Foto: Federico Gambarini

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Foto: Federico Gambarini

Der 61-jährige Merz, Aufsichtsratschef des Vermögensverwalters Blackrock in Deutschland, soll ab dem 1. Januar ehrenamtlich für die NRW-Regierung tätig werden. SPD und Grüne hatten kritisiert, mit Merz erhalte ein „Top-Lobbyist“ des privaten Finanzsektors direkten Zugang zur Staatskanzlei.

Merz wird Beauftragter für die Folgen des britischen EU-Austritts und für die transatlantischen Beziehungen und soll zudem den Aufsichtsratsvorsitz am Flughafen Köln-Bonn übernehmen. Er werde Ansprechpartner für die britischen Unternehmen in NRW und die nordrhein-westfälische Wirtschaft in Großbritannien sein. In den USA sei er „tief verwurzelt“, betonte Laschet. Er bewerte die „Persönlichkeit Merz“, nicht das Unternehmen Blackrock, „dessen Wirkung ich nicht kenne“.