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Annabell verzaubert Juroren

Legden Hell blondes Haar, große braune Augen, weit ausladende Hüften und ein breites Kreuz: Annabell ist eine echte Schönheitskönigin - zumindest in den Augen von Charolais-Züchter.

11.10.2007

Auf einer Zuchtschau (Euroviande) in Metz, im Heimatland der beliebten Fleischrindrasse, hat ausgerechnet die Ferse aus Legden (neun Monate alt, 480 Kilogramm schwer) im internationalen Vergleich den ersten Platz gemacht - zur Freude von Züchter Bernfried Brinker.

Schon 2005 war er in Metz erfolgreich - und doch ist er wieder aufs Neue überrascht über diese Erfolge: Die französischen Juroren seien wesentlich strenger als ihre deutschen Kollegen, wenn es um die Beurteilung der Tiere ihrer nationalen Fleischrindrasse Nummer eins gehe (in Deutschland liegt das Charolais immerhin inzwischen auf Rang drei). "Das ist, als wenn man aus der Kreisklasse in die Bundesliga wechselt", so Brinker. Seit rund 15 Jahren, seitdem er den väterlichen Hof führt, züchtet Bernfried Brinker die gutmütigen Tiere - anfangs noch parallel zur Milchviehwirtschaft. Schnell gehörte ihnen aber die volle Aufmerksamkeit des Nebenerwerbslandwirts.

Kopf und Füße

In zehn bis 14 Monaten werden aus weißen Kälbern mit rosa Nasen stolze Zuchtbullen - falls sie das Zeug dazu haben, "das sieht man schon früh", so Brinker, "am Kopf und an den Füßen". Wenn nicht, werden sie mit sieben Monaten und 300 Kilogramm verkauft. Weibliche Kälbchen bleiben bis zum Lebensende auf dem Hof - entweder für die Zucht oder für die Fleischproduktion.

Die schöne Annabell, das steht schon fest, wird nicht den Weg zum Metzger einschlagen. Ihr steht eine Karriere als Mutter ebenfalls - so hofft Brinker - preisgekrönter Charolais bevor. sy-

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