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Für Abfall deutlich mehr zahlen

Legden Dass sie nach fünf Jahren der Preisstabilität für 2008 die Müllgebühren anheben müssten, wussten die Legdener Kommunalpolitiker seit langem. Dass der Anstieg aber sogar zweistellig ausfallen würde, überraschte einige Mitglieder des Finanzausschuss dann doch.

17.12.2007

Das Standardpaket im Innenbereich (80-Liter-Restmülltonne, 60-Liter-Biotonne und 240-Liter-Altpapiertonne) schlägt künftig mit 292,80 Euro zu Buche - das sind 10,2 Prozent mehr als in diesem Jahr. Die Bürger des Außenbereichs müssen sogar ein Plus von 12,5 Prozent in Kauf nehmen: Ihr Müll-Standardpaket (graue 80-Liter-Tonne und blaue 240-Liter-Tonne) kostet künftig 178,20 Euro.

Dass Legden in den Vorjahren - anders als die meisten anderen Kommunen in NRW - stets an einer Anhebung vorbei gekommen ist, hat mit der Gebührenausgleichsrücklage zu tun, einer Art Sparstrumpf in Sachen Abfall, der durch ein günstiges Ergebnis bei der Ausschreibung der kommunalen Dienstleistung Müllabfuhr prall gefüllt war. Da es galt, steigende Kosten durch eine wachsende Müllmenge, höhere Behandlungskosten und zusätzliche Angebote wie den Wertstoffhof auszugleichen, wurde er aber immer schmaler. Allein im ausgehenden Jahr 2007 schrumpfte sie von 48 278 auf nur noch 5681 Euro. "Damit kommen wir jetzt nicht mehr weit", stellte der für die Gebührenkalkulation zuständige Hauptamtsleiter Herbert Lenz fest. Die errechnete neue Gebühr - auch die Müllgebühren dürfen lediglich die tatsächlich anfallenden Kosten decke - soll bis 2009 stabil bleiben.

Sigrid Goßling (SPD) tröstete das nur wenig. Sie sah die Bürger des Außenbereichs als besondere Leidtragende: "Wer dort eine 240-Liter Restmülltonne hat, muss 27 Prozent mehr zahlen." Auch die UWG kritisierte die Gebühren mit Verweis auf günstigere Nachbarn. "In Relation zum langen Zeitraum der Preisstabilität ist das jetzt nur moderat", relativierte Lenz, "zumal auch noch die Mehrwertsteuererhöhung abzudecken war." sy-

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