Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gemeinde muss für Erneuerung der Seitenwege zahlen

B474

LEGDEN Der Verkehr rollt wieder in beiden Richtungen über die Bundesstraße 474. Die monatelangen Bauarbeiten sind dennoch nicht vergessen: Kaputt gefahrenen Bankette rechts und links mancher Wirtschaftswege erinnern daran, dass sich der Verkehr während der Sperrung Schleichwege gesucht hat.

von von Sylvia Lütttich-Gür

, 23.04.2010
Gemeinde muss für Erneuerung der Seitenwege zahlen

Wie hier im Beikelort sieht es an vielen Stellen aus: Die Bankette neben den Wegen sind kaputt gefahren.

Der Schaden sei hoch, bestätigte Bürgermeister Friedhelm Kleweken während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Wie hoch genau, müsse das Bauamt noch ermitteln. Fest steht: Zusätzlich zu den turnusmäßig ohnehin anstehenden Wartungsarbeiten an dem langen Wegenetz muss sich der Bauhof jetzt auch noch um die Instandsetzung der bewachsenen Randstreifen der während der Bauzeit stark befahrenen Wege kümmern.

Ob nicht eine Kostenübernahme durch den Landesbetrieb Straßen NRW möglich sei, wollte Heinz Gausling (UWG) wissen. Schließlich habe die Behörde die Sanierung der Bundesstraße durchgeführt und sei damit auch indirekt für den Schleichverkehr durch die Bauerschaften verantwortlich. Das sah zwar auch Kleweken so, dennoch erteilte er der Hoffnung eine Abfuhr, zumindest einen Teil der Instandsetzungskosten weitergeben zu können. „Der Landesbetrieb verweist darauf, dass er ja eine Umleitungsstrecke ausgeschildert habe“, so Kleweken. Damit habe die Behörde mit Sitz in Coesfeld ihre Schuldigkeit getan. Dass die Umleitung zwar um einiges länger war als die Schleichwege und daher für Pendler eher unattraktiv, spielt dabei keine Rolle.

Kaum ein Trost für die Gemeinde war es, dass es anderen Kommunen nicht besser geht. Kleweken sprach von Gesprächen mit den Nachbarn aus Ahaus, die ebenfalls die Kosten für die Instandsetzung der als Umleitung missbrauchten Wirtschaftswege selbst zahlen müssten.