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Gesundheitsnetz eröffnet Geschäftsstelle in Legden

Jens Spahn

Das Gesundheitsnetz Gemeinsam Westmünsterland hat ab sofort eine Geschäftsstelle in Legden. Zur Einweihung kam auch der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Legden

, 13.07.2018
Gesundheitsnetz eröffnet Geschäftsstelle in Legden

Im regen Austausch nach der offiziellen Eröffnung der Geschäftsstelle: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (l.) und Dr. Volker Schrage. © Till Meyer

Der Applaus war riesig, nachdem Dr. Volker Schrage seine Ansprache beendet hatte und sich bei allen Anwesenden für ihr Engagement und Kommen bedankte.

Und das waren viele, schließlich hatte der Vorsitzende des Gesundheitsnetzes Gemeinsam Westmünsterland (GG.WML) zur offiziellen Einweihung der neuen Geschäftsstelle am Freitagnachmittag eingeladen. „Das heute kann man schon als wichtigen Meilenstein bezeichnen“, sagte Volker Schrage im Gespräch mit der Redaktion der Münsterland Zeitung. So bekommt das Ganze jetzt einen noch offizielleren Rahmen. Die Einweihung war zugleich der zweite Meilenstein der noch jungen Geschichte des Gesundheitsnetzes. Erst im März dieses Jahres wurde das GG.WML als förderungswürdiges Praxisnetz anerkannt.

Ambulante Pflege nachhaltig verbessern

Das Gesundheitsnetz ist ein Zusammenschluss von Haus- und Fachärzten aus Praxis, Medizinischen Versorgungszentren und Kliniken sowie niedergelassene Psychotherapeuten. Ebenso mit im Boot sind nichtärztliche Leistungserbringer aus dem Gesundheitswesen. Dazu zählen Physiotherapeuten oder Altenpfleger. Das Prinzip: Alle beteiligten Parteien arbeiten eng zusammen. Dadurch soll die ambulante Pflege nachhaltig verbessert werden. Volker Schrage erklärt: „Das Gesundheitssystem in Deutschland ist sehr gut, aber noch sehr sektioniert. Genau das versuchen wir zu ändern.“

Wie bedeutsam die Eröffnung der Geschäftsstelle war, zeigte sich auch daran, dass es sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nicht nehmen ließ, der Einweihung beizuwohnen. In seiner Ansprache stellte Spahn klar: „Das was hier geleistet wurde und wird, ist einfach enorm und auch außergewöhnlich. Das Gesundheitssystem kann nur gemeinschaftlich und mit gefestigten Strukturen funktionieren.“

Digitalisierung bei den Ärzten

Ein großes Vorhaben des Gesundheitsnetzes ist das des E-Health – also elektronische Arztbriefe, Fall- und Krankenakten. Damit sollen sich zum Beispiel komplexe Versorgungszenarien durch den Austausch dieser elektronischen Daten zwischen ambulantem und stationärem Sektor realisieren lassen. „Das Projekt startet im Herbst dieses Jahres“, so Thomas Müller von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Und Müller hebt hervor: „Das hier ist die Champions League der Vernetzung.“

Wird der Bereich E-Health ein Erfolg, dann lassen sich zukünftig viel Zeit und unnötiger Arbeitsaufwand sparen. „Das würde uns sehr helfen“, so Volker Schrage.