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"Hartz IV ist ein Erfolg"

Legden Hartz IV hat vieles verändert - vor allem für die Langzeitarbeitslosen selbst, die länger als ein Jahr mit nur noch 347 Euro monatlich zum Leben auskommen müssen (zuzüglich der Warmmiete), aber auch für die Gemeinde Legden, die seitdem die Betroffenen vor Ort rundum betreut - und immer häufiger in Arbeit vermittelt.

13.12.2007

"Hartz IV ist ein Erfolg"

<p>Hans Wittmund freut sich: Die Zahl der Menschen, die er zusammen mit seinem Team wieder in Arbeit vermittelt hat, ist deutlich gestiegen. Lüttich-Gür</p>

"Die Zahl der Arbeitslosen nimmt kontinuierlich ab", stellte Hans Wittmund, Leiter des Fachbereichs Soziales, dem auch der Servicepunkt Arbeit zugeordnet ist, am Mittwochabend fest. Während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zog er Bilanz nach drei Jahren Hartz IV - aus seiner Sicht eine erfreuliche Bilanz: "Dass wir mehr Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit vermitteln konnten, ist sicherlich auch ein Effekt der besseren Konjunktur", räumte er bescheiden ein, "aber auch ein Erfolg unserer Bemühungen", insbesondere auch denen der Fall-Managerin Marion Schenk.

Jüngstes Beispiel für den Erfolg der Arbeit: Innerhalb eines halben Jahres gelang es in Legden, die Zahl der Langzeitarbeitslosen um rund ein Drittel auf 60 Personen zu reduzieren. Mit nur noch 112 gegenüber zuvor 160 hat das Dahliendorf die drittniedrigste Anzahl so genannter "Bedarfsgemeinschaften", zu denen rund 2,2 Personen zählen.

Wohin werden die Arbeitslosen vermittelt, wollten die Ausschussmitglieder wissen. Bürgermeister Friedhelm Kleweken verwies darauf, dass Marion Schenk nicht allein für Legden, sondern auch für die Nachbarn Heek, Ahaus Schöppingen zuständig sei. "Daher hat sie auch im gesamten Bereich Kontakte, die sie nutzt." In Legden seien aber vor allem das Dorf Münsterland und die Firma Remex Unternehmen, in denen die ALG-II-Empfänger unterkämen. "Dort gebe es auch gute Möglichkeiten für nicht besonders qualifizierte Arbeitskräfte, "und darum handelt es sich ja in vielen Fällen". Allerdings: Nicht in jedem Fall genügt eine solche Beschäftigung, damit die Betroffenen nicht mehr Hartz-IV beziehen.

Der finanzielle Erfolg für die Gemeinde steht dagegen außer Frage: Die von der Gemeinde aufzubringenden Kosten sinken um etwa 50 000 Euro - im Vergleich zu 2006.

Dass Wittmund nicht nur zu beglückwünschen ist angesichts seiner zusätzlichen Aufgabe - der Eingliederung in Arbeit und Sicherung des Lebensunterhalts - war den Kommunalpolitikern klar. Ob es auch schon 'mal Zwischenfälle gäbe, wollten sie wissen. Man dürfe nicht vergessen, dass Hartz IV von den Betroffenen als Schicksalsschlag wahrgenommen werde, "da liegen schon 'mal die Nerven blank", so Wittmund. sy-

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